LobbyControl: Dem Lobbyismus Schranken setzen

 
Subscribe to Newsfeed LobbyControl: Dem Lobbyismus Schranken setzen
Initiative für Transparenz und Demokratie
Aktualisiert: vor 1 Tag 2 Stunden

Reisebericht: Wie JEFTA in Japan gesehen wird

18. July 2018 - 12:52

Vor gut einer Woche stimmten die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten – darunter die deutsche Bundesregierung – dem umstrittenen JEFTA-Handelsabkommen mit Japan zu. Gestern wurde das Abkommen symbolisch unterzeichnet. Anfang Juli war ich unterwegs in Tokio, um mich mit der japanischen Zivilgesellschaft auszutauschen und unsere Kritik an dem Abkommen dort zu verbreiten. Es war ein wichtiger Austausch, der die Bewegungen auf beiden Seiten stärkt und voranbringt.

Max Bank von LobbyControl beim Vortrag zu JEFTA in Tokio in den Räumlichkeiten unserer Bündnispartner vom Pacific Asia Resource Center (PARC).

JEFTA in Japan: Noch krassere Geheimniskrämerei

Während sich in Europa die politische Auseinandersetzung um JEFTA zuspitzte und die Frage der Wasserversorgung hochkochte, war davon in Japan sehr wenig zu spüren. Öffentliche Aufmerksamkeit haben Handelsabkommen dort so gut wie keine – erst recht nicht die Kritik daran.

Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Bürgerinnen und Bürger dort noch deutlich weniger über Handelspolitik erfahren als wir in Europa. Es ist geradezu zum Verzweifeln, wenn die japanischen Kollegen erzählen, dass neben dem Austausch mit uns ihre Hauptinformationsquelle zu JEFTA die Website der EU-Kommission ist.

Denn das zeigt deutlich, wie schlecht die Informationslage der japanischen Zivilgesellschaft ist. Und es zeigt zugleich: Unsere Kritik an der Intransparenz der EU-Handelspolitik in den vergangenen Jahren und die Teilerfolge, die wir damit erzielt haben, sind von enormer internationaler Bedeutung. Denn erstens können auch Bürger anderer Staaten, mit denen die EU verhandelt, Informationen abfragen. Und zweitens bezieht sich die japanische Zivilgesellschaft in ihren politischen Auseinandersetzungen mit der japanischen Regierung auf unseren Kampf für mehr Transparenz in der EU.

Allerdings kann man auch mit der Situation in Europa noch längst nicht zufrieden sein. Handelskommissarin Malmström veranstaltet „zivilgesellschaftliche Dialoge“ in Brüssel, bei denen ihr in erster Linie Konzernlobbyisten zujubeln. Und die EU-Kommission stellt zwar Positionspapiere zu einzelnen Kapiteln auf ihre Website, zum Teil auch ihre Verhandlungspositionen – nicht aber die Vertragstexte, die tatsächlich verhandelt werden.

Diese Teil-Transparenz gibt es erst, seit die Kommission während der TTIP-Verhandlungen mit den USA wegen ihrer Geheimstrategie massiv in die Kritik geriet. Und nach wie vor gilt: Die zentrale Information, die die Zivilgesellschaft braucht, ist der Verhandlungstext. Denn nur an ihm kann man prüfen, was in den komplizierten Handelsabkommen tatsächlich alles enthalten ist. Wer also auf Transparenz in der Handelspolitik besteht, muss für die Veröffentlichung des Verhandlungstextes kämpfen. Und das werden wir weiter tun! Denn das ist im Interesse von Bürgerinnen und Bürgern sowohl in Europa als auch darüber hinaus.

Lesen Sie unsere kritische Analyse des JEFTA-Abkommens.

Einseitiger Konzerneinfluss ist selbstverständlich

Doch zurück zur Reise: Bei meinem Vortrag in Tokio sprach ich auch über den einseitigen Konzerneinfluss auf die JEFTA-Verhandlungen, über den wir bereits berichtet haben. 89 Prozent der Treffen fanden mit Lobbyisten der Großkonzerne statt, kleine und mittlere Unternehmen sowie Gewerkschaften spielten überhaupt keine Rolle. Die Zivilgesellschaft hatte gerade mal einen Anteil von vier Prozent an den Treffen.

Doch das schockte die anwesende japanische Zivilgesellschaft wenig. Denn in Japan ist es selbstverständlich, dass in der Handelspolitik ausschließlich die Konzernlobby mit am Verhandlungstisch sitzt und bestens mit Informationen zum Abkommen versorgt wird. Ganz vorne dabei ist der mächtige japanische Industrieverband Keidanren. Der Verband hatte gemeinsam mit seinem europäischen Pendant BusinessEurope umfassende Vorschläge zu regulatorischer Kooperation in JEFTA gemacht und das fertige Kapitel vor einer Woche ausdrücklich begrüßt.

Hinzu kommt, dass in Japan Seitenwechsel von Ministerien in Unternehmen an der Tagesordnung sind. Ministerialbeamte gehen dort mit 60 in Rente, arbeiten aber in der Regel noch weiter und bekommen oft einen hochrangigen Posten angeboten. Aus diesem Grund sind sie in ihrer Arbeit oftmals sehr entgegenkommend im Hinblick auf Konzerninteressen.

Ein Funke Hoffnung: Wechselseitige Inspiration und enge Zusammenarbeit gegen die Lobbymacht der Konzerne

Die Eindrücke aus Tokio machen deutlich: Es ist inspirierend und wichtig im Austausch zu sein, es zeigt, dass wir mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind, und es stärkt die internationale Kritik an Abkommen wie JEFTA, die in erster Linie Konzerninteressen dienen. Es hilft auch, uns nicht gegeneinander ausspielen zu lassen. Das, was Trump gerade macht, nämlich eine Konfliktlinie zwischen den USA und Europa aufzubauen, schürt Hass und führt in die Irre. Denn die eigentliche Konfliktlinie liegt nicht zwischen den USA und Europa, sondern zwischen Konzernmacht und Demokratie. Und das müssen wir im Blick behalten. Nur wenn wir uns auf beiden Seiten gegen die politische Dominanz der Konzerninteressen zur Wehr setzen, werden wir zu einer demokratischeren und transparenten Handelspolitik kommen. Das nehmen wir uns als Leitmotiv für unsere Arbeit in den kommenden Monaten, in denen die Parlamente in Japan und der EU über JEFTA abstimmen.

Jetzt für einen Kurswechsel in der Handelspolitik unterzeichnen!

Wer prägt die Wohnungspolitik der Bundesregierung?

18. July 2018 - 10:49

Streit um das Baukindergeld und um die Mietpreisbremse: In der Wohnungspolitik stellt die Bundesregierung gerade wichtige Weichen für die nächsten Jahre. Im Koalitionsvertrag kündigte sie eine „Wohnraumoffensive“ an und wird diese nun in den nächsten Monaten in Gesetzesform gießen. Ein politischer Höhepunkt ist der Wohnungsgipfel der Bundesregierung, der für Herbst in Berlin geplant ist. Die Bundesregierung muss jetzt zeigen, dass sie sich in der Wohnungspolitik nicht einseitig von der Immobilien- und Baulobby beeinflussen lässt.

Auf dem Wohnungsgipfel werden alle zusammenkommen, die sich in Sachen Wohnungspolitik in der Bundesregierung einen Namen gemacht haben. Doch sie vertreten längst nicht alle, die von dem Thema betroffen sind und mitreden sollten. Sozialverbände, Mieterinitiativen, lokale Protestbündnisse oder Wohnungsloseninitiativen – also die Interessenvertreter derer, die den Wohnraum brauchen und nutzen wollen – werden wohl außen vor bleiben. Stattdessen werden vor allem die vielen Verbände der Immobilien- und Bauwirtschaft vertreten sein.

Wer sind die Lobbyakteure in der Wohnungspolitik?

Das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen: Übergewicht der Bau- und Immobilienlobby, Bild: Screenshot Webseite BMI

Die mächtigsten wohnungspolitischen Akteure sind die Bau- und Immobilienlobby. In der vergangenen Legislaturperiode waren sie über das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen direkt in die Bundespolitik eingebunden. Die damalige Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte das Bündnis gegründet, um auf die akute Wohnungsnot zu reagieren. Vertreten waren neben Politiker/innen aller Ebenen vor allem Verbände der Anbieterseite, d.h. vor allem die Bau- und Immobilienindustrie. Allein der Mieterbund, die IG BAU und der DGB konnten die Perspektive der Nutzer/innen und der Beschäftigten der Baubranche einbringen. Zwölf Verbänden der Anbieterseite stehen drei Verbände der Nutzer- und Beschäftigtenseite gegenüber.

Das ist ein massives Ungleichgewicht in der Interessenvertretung: Wohnungspolitik sollte schließlich nicht vorrangig für diejenigen gemacht werden, die mit Häusern Geld verdienen, sondern vor allem für Menschen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind – und letztlich sind wir das alle. Dennoch: Auch Hendricks’ Nachfolger als Bauminister, Horst Seehofer (CSU), setzt weiterhin auf das ungleich besetzte Bündnis. Und mehr noch: Waren unter Hendricks zumindest noch Vertreter/innen der Oppositionsfraktionen bei den Bündnistreffen dabei, hat Seehofer diese nun ausgeschlossen.

Auch jenseits des Bündnisses läuft die Lobbyarbeit der Bau- und Immobilienwirtschaft auf Hochtouren. Im Juni fanden auch dieses Jahr wieder deren großen Lobbyevents statt. Der Grund: In der Haushaltswoche vor der Sommerpause wird auch über den Bauetat entschieden – ein stattlicher Haushaltsposten. Bei den Veranstaltungen mit dabei: hochrangige Politiker aller Ebenen. Auch mit dem geplanten Wohngipfel erfüllt die Bundesregierung einen Wunsch der Bau- und Immobilienlobby. Schon im Bundestagswahlkampf 2017 hatten verschiedene Lobbyverbände den Gipfel gefordert, um ihre Anliegen auf der höchsten Ebene zu besprechen.

ZIA – mächtiger Verband mit guten Kontakten

Die Immobilienwirtschaft ist in gleich mehreren großen Verbänden organisiert. Der GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) vertrat früher die gemeinnützige Wohnungswirtschaft, orientierte sich aber nach Abschaffung der Gemeinnützigkeit ab 1989 um und vertritt nun vor allem marktorientierte, teilweise auch börsennotierte Unternehmen. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsbauunternehmen BFW vertritt vor allem mittelständische Immobilienunternehmen. Besonders großen Einfluss hat der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA): Er bündelt die Interessen der großen börsennotierten Immobilienkonzerne sowie die Immobilienabteilungen zahlreicher Banken und Vermögensverwaltungen. Große Player im ZIA sind u.a. die beiden größten Wohnungskonzerne Vonovia (früher Deutsche Annington) und Deutsche Wohnen sowie der Einkaufszentrenkonzern ECE.

Die Kontakte zwischen ZIA und Politik sind eng: Sowohl ZIA-Präsident Andreas Mattner als auch Geschäftsführer Klaus-Peter Hesse sind langjährige Hamburger CDU-Politiker, die auch auf Bundesebene aktiv waren und sind. Besonders Präsident Mattner hat gute Kontakte bis in die höchsten Ebenen: In der letzten Legislaturperiode bekam er gleich zwei Mal die Gelegenheit zu Vier-Augen-Gesprächen mit dem damaligen Kanzleramtschef Peter Altmaier. Bauministerin Hendricks hielt in ihrer Amtszeit als Bauministerin regelmäßig die Eröffnungsrede zum Tag der Immobilienwirtschaft, den der ZIA jedes Jahr veranstaltet. Baustaatssekretär Gunther Adler nahm 2015 sogar an einer Präsidiumssitzung des Lobbyverbands teil.

Zum diesjährigen Immobilientag des ZIA erschienen EU-Haushaltskommissar Günter Oettinger (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Bauminister Seehofer sagte wegen der Regierungskrise zur Asylpolitik kurzfristig ab, schickte aber seinen Baustaatssekretär Adler. Hier gründete sich auch der neue Kommunalrat des ZIA: Unter der Leitung der ehemaligen Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) und des Hamburger Immobilienunternehmers Jürgen Bruns-Berentelg erhalten hier ZIA-Vertreter direkten Zugang zu Kommunalpolitiker/innen. Nebenbei: Der ZIA suchte im Juni per Stellenanzeige gleich drei neue Mitarbeiter – „wachstumsbedingt“ hieß es. Das könnte etwas damit zu tun haben, dass die Bundesregierung mit der Wohnraumoffensive ein großes Gesetzespaket auf den Tisch legt und der Lobbyverband dabei mitreden will, wer davon profitieren wird.

Für wen wird hier gebaut? Während die Bauwirtschaft boomt, steigen die Mieten weiter rasant in die Höhe, Bild: Pixabay

Es geht um mehr als das Baukindergeld

In der breiten Öffentlichkeit schien die Wohnungspolitik der GroKo bisher nur aus dem Streit ums Baukindergeld zu bestehen. Das Baukindergeld ist vor allem ein CSU-Prestigeprojekt, das sich an die eigene Wählerklientel richtet. Folglich musste es noch vor der bayerischen Landtagswahl verabschiedet werden – obwohl Experten seine Wirksamkeit vielfach in Frage stellen. Die SPD versucht dagegen, die bisher eher schlecht als recht funktionierende Mietpreisbremse noch etwas nachzubessern. Die Bau- und Immobilienlobby hat ganz andere Forderungen: Deregulierung in der Baugesetzgebung, Steuersenkungen und direkte Subventionen für Bau- und Immobilienkonzerne, eine Abschaffung der Mietpreisbremse und die Senkung der Grunderwerbssteuer.

Der finanzstarken und gut vernetzten Immobilien- und Baulobby hat die andere Seite noch nicht viel entgegenzusetzen. Zwar sind in den letzten Jahren immer mehr lokale Bündnisse entstanden, und nach der großen “Mietenwahnsinn“-Demonstration im April in Berlin sind weitere große Mobilisierungen geplant. Dennoch steckt die bundesweite Vernetzung der verschiedenen wohnungspolitischem Akteure „von unten“ noch in den Anfängen.

Die Mietervereine und „Recht auf Stadt“-Initiativen fordern vor allem mehr Schutz für Mieter, stärkere Mitspracherechte für Betroffene und Anwohner gegenüber Investoren sowie mehr Geld und vor allem schärfere Auflagen für den sozialen Wohnungsbau. Auch eine neue Gemeinnützigkeit für die Wohnungswirtschaft gehört zum Forderungskatalog. Die Initiativen verweisen dabei auf die wohnungspolitischen Verwerfungen, die sich durch die Abschaffung der Gemeinnützigkeit und die Privatisierungswelle der kommunalen Wohnungswirtschaft seit den 1990er Jahren ergeben haben. Bislang findet das Thema jedoch wenig Widerhall in der Großen Koalition.

Vielerorts regt sich Protest: Demonstration der Mieterinitiative “Kotti & Co” aus Berlin-Kreuzberg, Bild: Kotti & Co, kottiundco.net

Einfach nur bauen, bauen, bauen?

Bauminister Seehofer und sein Baustaatssekretär Adler sehen vor allem eine Lösung für die aktuelle Wohnungskrise: mehr bauen. Genau das möchte auch die Bau- und Immobilienlobby und hat damit einen ersten Etappensieg erzielt: Ihre Wünsche wurden von großen Teilen der Politik übernommen. Denn wenn alle nur noch „mehr bauen“ wollen, geraten die Themen Mieterrechte, Preisregulierung, Mitbestimmung, neue Gemeinnützigkeit und soziale Bindung im Wohnungsbau ins Hintertreffen. Es ist zwar richtig, dass in vielen Regionen – wenn auch längst nicht überall – mehr Wohnraum benötigt wird. Doch gefragt werden muss auch: Für wen wird gebaut, und wer soll von einem staatlich geförderten Bauboom in erster Linie profitieren? Sind es die Bau- und Immobilienkonzerne oder sind es die, die dringend günstigen Wohnraum brauchen?

Auf der Agenda der Wohnraumoffensive der Bundesregierung stehen mehrere Themen, darunter auch solche, die der Bau- und Immobilienlobby weniger gefallen. Dazu gehören Vorschläge aus dem SPD-geführten Justizministerium für eine verbesserte Mietpreisbremse, die derzeit noch von der Union blockiert werden. Auch über mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau soll gesprochen werden – jedoch ist bisher unklar, ob dabei auch die investorenfreundlich kurzen Fristen der Sozialbindung verlängert werden sollen. Wiederum ganz nach dem Geschmack der Lobby sind die geplanten Steuersenkungen für Immobilienprojekte und eine Deregulierung im Wohnungsbau. Letzteres wird nach Aussagen von Bauminister Horst Seehofer das wichtigste Thema des geplanten Wohngipfels.

Alle Fragen auf den Tisch, alle Akteure an den Tisch!

Das Thema Wohnen ist eine der wichtigsten sozialen Fragen dieser Zeit. Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis, jeder und jede muss es sich leisten können. Zudem hat die Wohnsituation ganz entscheidende Auswirkungen auf die Gesundheit, Arbeits- und Bildungschancen, gesellschaftliche Teilhabe. Geringverdiener, Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Rentner leiden am meisten unter den steigenden Mieten, aber in vielen Großstädten finden auch immer mehr Durchschnittsverdiener keine bezahlbare Bleibe mehr. Die Gewinne von Immobilienkonzernen wie Vonovia oder Deutsche Wohnen dagegen steigen seit Jahren. Deutsches „Betongold“ ist seit der Finanzkrise zum bevorzugten Anlageobjekt internationaler Investoren geworden, die Rendite sehen wollen. Hinzu kommt: Wohnungspolitik heißt immer auch Stadt- und Regionalentwicklung, mit Auswirkungen auf Verkehr, Grünflächen, die Lebensqualität und das gesellschaftliche Zusammenleben.

Wir wollen, dass auf dem Wohnungsgipfel alle wichtigen wohnungspolitischen Fragen auf den Tisch kommen – und nicht nur die Wünsche der Bau- und Immobilienlobby. Dazu müssen alle Akteure der Wohnungspolitik an einen Tisch. Ein Wohnungsgipfel hat nur dann seinen Namen verdient, wenn auch die Interessen derer, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind, angemessen vertreten sind.

Die Bundesregierung darf sich in ihren wohnungspolitischen Entscheidungen nicht einseitig von einer mächtigen Lobbygruppe beeinflussen lassen, sondern muss auch die Anliegen und Bedürfnisse anderer Interessengruppen einbeziehen. In einer Demokratie hat die Politik eine besondere Verantwortung auch die Belange derer zu berücksichtigen, die über keine starke Lobby verfügen – und das sind vor allem die Nutzer/innen und Anwohner/innen.

Mehr zum Thema:

Steuervermeidung: EU macht den Bock zum Gärtner

10. July 2018 - 11:33
Jedes Jahr gehen den öffentlichen Kassen Milliarden Euro verloren, weil Unternehmen Staaten mit ausgefeilten Steuersparmodellen um iher Einnahmen prellen. Unsere Partnerorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) zeigt in einer neuen Studie auf, wie die EU sich in Fragen der Steuerpolitik ausgerechnet von denen beraten lässt, die an der Steuervermeidung bestens verdienen: Den als „Big Four“ bekannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Deloitte, KPMG, E&Y und PwC. Weiterlesen

Aserbaidschan-Affäre: Lebenslanges Hausverbot für deutsche Abgeordnete beim Europarat

28. June 2018 - 13:34
Die Parlamentarisches Versammlung des Europarats (PACE) hat ein lebenslanges Hausverbot gegen die Bundestagsabgeordnete Karin Strenz (CDU) und den ehemaligen CSU-Politiker Eduard Lintner ausgesprochen. Strenz und 13 andere ehemalige Mitglieder der Versammlung sollen über Umwege Geld vom autokratischen Regime in Aserbaidschan angenommen und diesen Interessenkonflikt nicht offengelegt haben. Nun muss die Union Konsequenzen ziehen. Karin Strenz ist als Bundestagsabgeordnete untragbar. Weiterlesen

Parteienfinanzierung: Foul an der Demokratie

14. June 2018 - 11:07
Ab heute regiert König Fußball - wer schaut da noch hin, was im Bundestag passiert? So scheint das Kalkül der Großen Koalition zu sein, die morgen im Eilverfahren die staatliche Parteienfinanzierung um 25 Millionen Euro erhöhen will. Dabei begehen Union und SPD ein Foul an der Demokratie – und das Resultat dieses Spielzugs dürfte im Videobeweis zudem als Eigentor gelten. Weiterlesen

Airbnb & Co. im Kampf gegen die Kommunen

13. June 2018 - 15:00
In vielen Städten gibt es große Auseinandersetzungen um Online-Plattformen wie Airbnb, über die Wohnungen temporär vermietet werden können. Kritiker befürchten, dass Airbnb & Co zu höheren Mieten und Verdrängung von Mietern beitragen. Mit Hilfe ihres europäischen Lobbyverbands wollen die Plattformen lokale Regeln gegen Zweckentfremdung aushebeln. Eine brisante Lobbygeschichte. Weiterlesen

JEFTA: Bundesregierung und EU wollen Handelsabkommen im Eilverfahren durchboxen

13. June 2018 - 13:19
Berlin, 13.6.2018 – EU-Kommission und Bundesregierung wollen das umstrittene Handelsabkommen mit Japan (JEFTA) im Eilverfahren durchdrücken und so die größte Handelszone der Welt schaffen. Der Bundestag diskutiert morgen das Thema auf Antrag von Grünen und Linken, darf aber aufgrund eines Tricks der Kommission nicht darüber abstimmen. Der Parlamentsvorbehalt entfällt, weil die EU die umstrittenen privaten … Weiterlesen

“Die EU und Deutschland benutzen Trump, um ihre Liberalisierungsagenda zu rechtfertigen”

11. June 2018 - 17:35
Seine Thesen haben es in sich: In der Handelspolitik verfolgt Trump ähnliche Ziele wie Obama, aber mit einer anderen Taktik. Denn dem aktuellen US-Präsidenten gehe es nicht um Protektionismus, sondern um Marktöffnungen für große US-Konzerne. Die EU und Deutschland wiederum nutzen Trump, um ihre eigene Liberalisierungsagenda durchzudrücken. Das sagt Christoph Scherrer von der Uni Kassel im Interview mit LobbyControl. Weiterlesen

„Parteien brauchen nicht mehr Geld, sondern mehr Transparenz“

11. June 2018 - 10:59
Berlin, 11.6.2018 – Die Große Koalition will die staatlichen Zuschüsse für Parteien im Eilverfahren erhöhen. Heute findet im Ausschuss für Inneres und Heimat eine kurzfristig anberaumte Expertenanhörung zum Thema statt, bereits am Freitag – einen Tag nach WM-Start – soll der Bundestag einer Aufstockung der Parteienfinanzierung um 25 Millionen Euro auf 190 Millionen Euro pro … Weiterlesen

Parteispenden: Wer stoppt die intransparenten Geldflüsse zugunsten der AfD?

6. June 2018 - 14:24
Seit Jahren profitiert die AfD von millionenschweren verdeckten Geldströmen. AfD-Bundesvorstand Meuthen zum Beispiel ließ sich 2016 ganz bewusst Teile seines Wahlkampfes von einer Schweizer Agentur bezahlen. Doch die wirklichen Finanziers bleiben auch mit Veröffentlichung der AfD-Rechenschaftsberichte unbekannt. Macht das AfD-Beispiel Schule, könnten in Zukunft Konzerne, Vermögende oder ausländische Regierungen Wahlkämpfe einfacher mit verdeckten Kampagnen beeinflussen und das Transparenzgebot bei der Parteienfinanzierung aushebeln. Bundestag und Bundestagsverwaltung müssen das verhindern. Weiterlesen

JEFTA: Abgekartetes Spiel zwischen Konzernlobbyisten und EU-Kommission

29. May 2018 - 16:22
Bei vielen Handelsabkommen geht es eigentlich nicht um Handel – sondern um Privilegien für multinationale Konzerne. Das ist auch beim geplanten JEFTA-Abkommen so, wie neue Einblicke in die Geheimverhandlungen zwischen der EU und Japan belegen. Unsere Partnerorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) hat gemeinsam mit der Arbeiterkammer Österreich den Lobbyeinfluss auf die JEFTA-Verhandlungen zwischen Januar 2014 … Weiterlesen

Parteispenden: Verdeckte Geldflüsse in Millionenhöhe

28. May 2018 - 16:45
Die Parteienfinanzierung in Deutschland bleibt hochgradig intransparent. Dies belegen erneut die jetzt veröffentlichten Rechenschaftsberichte. Demnach haben die Bundestagsparteien 2016 rund 60 Millionen Euro an Spenden erhalten. Bei Spenden von Unternehmen und Verbänden bleiben zwei Drittel anonym. Zudem nutzen Konzerne und Vermögende Tarnorganisationen oder Schlupflöcher wie Sponsoring. Weiterlesen

Parteien profitieren massiv von verdeckten Geldflüssen

28. May 2018 - 16:10
Berlin, 28.5.2018 – Die Parteienfinanzierung in Deutschland bleibt hochgradig intransparent. Dies belegen erneut die jetzt veröffentlichten  Rechenschaftsberichte. Demnach haben die Bundestagsparteien 2016 rund 60 Millionen Euro an Spenden erhalten. Der Bericht verschleiert jedoch, dass tatsächlich noch mehr Geld geflossen ist. So nutzen Konzerne, Verbände und Vermögende Schlupflöcher wie Sponsoring oder Tarnorganisationen, um einzelne Parteien mit … Weiterlesen

Was du jetzt tun kannst ...

 

 

oder

Werde Lebensunternehmer oder helfe anderen dabei, es zu werden!

 Herz fuehrt Verstand, dann kann nichts schiefgehen

Sie möchten weitestgehend frei über Ihre Lebenszeit verfügen und Ihre Fähigkeiten, Ihre Neigungen, Ihre Kreativität (Phantasie) und Ihre Gefühle bestmöglich ausleben?

Sie möchten Ihre eigenen Ideen realisieren, vielleicht sogar von zuhause aus arbeiten und sich ein Einkommen erwirtschaften, das Ihren Lebensunterhalt sichert. 

Sie möchten langfristig gut und deshalb im Einklang mit der Natur leben?

Neben einer vereinfachten Lebensweise spielt dabei auch die moderne Technik eine wichtige Rolle.
Wir finden heraus, wie Sie einfacher leben und die aktuellen technischen Möglichkeiten optimal nutzen können.

Beispielsweise bietet sich zur Fortbewegung in den Städten das Car2go- oder Car-Sharing-Konzept an oder wie wäre es in Zukunft mit einer AllinOne-Solaranlage zur weitestgehend autarken Stromversorgung oder verbrennen Sie Biomasse (z. B. Kuhmist) und erzeugen Sie so Ihren eigenen Strom.

Sie möchten sich mit Ihrer eigenen Stimme an den gesellschaftlichen Entscheidungen, die Sie interessieren, beteiligen ?

Möglicherweise wünschen Sie sich insgeheim schon lange, so zu leben und entsprechende Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln.

Ja, wie wäre es, wenn Sie Ihre Begeisterung für diese ganzheitliche Lebensweise sogar zu Ihrem Beruf machen und sie auf diesem Wege, Ihr Wissen mit anderen teilen und anderen Menschen helfen können, erfüllter zu leben.

Verwirklichen Sie doch Ihren Traum! Werden Sie ein ganzheitlich denkender Lebensunternehmer oder falls Sie das schon sind, geben Sie Ihr Wissen weiter und geben Sie so Ihrer Zukunft ganz neue Perspektiven! 

Verdienen Sie mit Ihrer selbst gewählten Aufgabe Ihren Lebensunterhalt.

Sie können als Lebensunternehmer-Coach Ihr Wissen weitergeben oder aber auch als Coachee, die ganzheitliche Denkweise der Lebensunternehmer kennen lernen.

Natürlich können Sie auch nur einzelne Schwerpunkte aus dem Lebensunternehmer-Konzept trainieren bzw. coachen, etwa den Workshop wo es darum geht für Berufsanfänger und Berufswechsler den optimalen Beruf bzw. die Lebensaufgabe zu finden.

Für die Teilnahme sind keine besonderen Schulabschlüsse oder Zertifikate erforderlich! 

Wichtig ist, daß Sie von Ihrem Thema begeistert sind und gerne lernen bzw. später als Lebensunternehmer-Coach Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse leidenschaftlich gerne an andere weitergeben.

Ja ich möchte:

 

Erfahre mehr über das Lebenskonzept der Lebensunternehmer und die optimale Lebensumgebung dafür!

Im eBook-Shop gibt es dazu:

eBooks zu dem Lebenskonzept der Lebensunternehmer 

eBooks über eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen aufbaut (die optimale Lebensumgebung für Lebensunternehmer)

eBooks über Insel-Solaranlagen und Windräder und Solarkollektoren, die man umweltfreundlich und Ressourcensparend aus Schrott, Altmetall und Abfällen bauen kann

im eBook-Shop stöbern … 

Lebensunternehmer-ebook-Shop

 

bestimmte Inhalte gezielt finden

 

Mit der Suchmaschine können alle Inhalte zum Lebensunternehmer-Training und zur artgerechten Umgebung für Lebensunternehmer gezielt nach bestimmten Stichwörtern durchsucht und so die jeweils  relevanten Inhalte gefunden werden.

Besonders wichtige Stichwörter:
naturverbundenheit, traumberuf finden, selbstentfaltung, autodidaktisch lernen, urteilsvermögen, entscheiden, beteiligen, Verantwortung, demokratie, netzwerke, grundeinkommen

Geben Sie doch testweise die Stichwörter, die Sie besonders interessieren, in die Suchmaschine ein und schauen Sie sich die gefundenen Trefferanzeigen an!

die lokale Suche ist momentan nicht verfügbar

Logo

>> die Ideenwerkstatt der Akademie für Lebensunternehmer

hier geht es um Lösungen, Konzepte und Projektideen für eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf unserer tagtäglich gelebten Eigenverantwortung basiert

Dazu gibt es: Workshops, Coachings, Videokurse und eBooks | wichtige Werte und Gewohnheiten für alle die ihr Leben unternehmen | die ganzheitliche Lösung für eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen aufbaut | eBooks für Lebensunternehmer | die Lebensunternehmer-Idee | eine FAQ zur Klärung vieler Detailfragen zum Thema "das Leben unternehmen" | der Lebensunternehmer-Blog | den Bauplan für eine neue Gesellschaft | die Projektidee zu einer Internet-Entscheidungsplattform | News zum Thema “gesellschaftlicher Wandel” | das Grundkonzept für ein neues Bildungssystem und vieles mehr

>> aktiv mitmachen

diese Site soll dich dazu anregen aktiv bei der Akademie für Lebensunternehmer mitzumachen

weitere Websites von mir:

>> die Akademie für Lebensunternehmer
das Leben unternehmen - wie geht das?

>> mach was du liebst
hier geht es um die Kernfrage: Wofür lohnt es sich für dich zu leben?

>> wachse und gedeihe
hier geht es um die Kernfrage: Wie kannst du dich optimal weiterentwickeln, also effektiv lernen?

>> nutze das Internet sinnvoll und hilfreich
hier geht es um die Kernfrage: Wie können dir die vielfältigen Software-Tools bzw. Internetdienste dabei helfen, daß du deine Tagesaufgaben einfacher und schneller lösen kannst?

>> nutze freie Energie
selbst Strom erzeugen und Energie sparen