Simon Bertsch - trendsderzukunft.de

 
Subscribe to Newsfeed Simon Bertsch - trendsderzukunft.de
Neue Trends der Zukunft online - Top News aus Internet, Sport, Gesundheit, Produkte, Lifestyle, Spiele, Geld, uvm.
Aktualisiert: vor 22 Stunden 24 Minuten

OffGridBox: Sauberes Wasser und Energie auch an abgelegenen Orten

18. August 2017 - 16:21

Besonders in Entwicklungsländern gibt es zahlreiche abgelegene Orte, die keinen verlässlichen Zugang zu sauberem Wasser haben, geschweige denn von Zugang zu einem Stromnetz. Ein italienisches Unternehmen möchte dem entgegenwirken und hat mit der OffGridBox einen kleinen Container entwickelt, der sowohl sauberes Wasser als auch Energie produziert. Das Konzept hat allerdings seine Schwachstellen.

Energie und Wasser aus dem Container

Die OffGridBox kann bis zu 1500 Menschen mit dem Notwendigsten an Energie und Wasser versorgen. Sie kommt mit 12 Solarmodulen, einem Wechselrichter und internen Batterien. Außerdem gibt es ein Wasserfiltersystem, das Trinkwasser produziert, das in einem 1500 Liter fassenden Tank gespeichert wird. Communities ohne gute Infrastruktur könnten mit der OffGridBox eine verlässliche Grundversorgung herstellen.

Das Konzept hat aber Schwachstellen, allen voran der Preis von etwa 15.000 Dollar pro OffGridBox. Zwar wurden in den letzten 3 Jahren bereits 28 der Container verkauft, aber in vielen Teilen der Welt ist das eine schwer zu stemmende Investition. Aus diesem Grund können die OffGridBoxen auch noch nicht wirklich profitabel verkauft werden. Die Macher suchen daher nach Wegen, ihre Erfindung wirtschaftlicher zu machen. Eine Idee ist, eine neue Version zu entwickeln, die ein Bezahlsystem enthält. Eine vierköpfige Familie soll dann etwa 12 Cent pro Tag für Wasser bezahlen und das Unternehmen stellt Akkupacks für den Transport des elektrischen Stroms bereit. Dieses Modell wird derzeit in Ruanda getestet. Dort steht die OffGridBox in 18 Dörfern. Mittelfristig wollen die Macher die Box auch mit Wi-Fi ausstatten. „Once we add connectivity and we have people attending all day, we have a strong financial business model. The Wi-Fi opens up services that could be backed by venture capital“, so der Gründer Emiliano Cecchini. Bis 2020 möchte er 420.000 Menschen mit der OffGridBox mit Energie und Wasser versorgen. Ob es gelingen wird, die OffGridBox in ein profitables Produkt zu verwandeln, wird sich zeigen müssen.

via Fast Company

Kategorien:

Australische Studie macht Hoffnung auf Heilung bei Erdnussallergien

18. August 2017 - 12:48

Auf vielen Lebensmittelprodukten steht der Warnhinweis: „Kann Spuren von Nüssen enthalten“. Denn bei Allergikern können selbst kleinste Mengen an Erdnüssen einen anaphylaktischen Schock auslösen. Bisher ist der vollständige Verzicht auf Erdnüsse die einzige Behandlungsmöglichkeit, eine direkte Therapie gegen die Allergie gibt es noch nicht. Einem australischen Forscherteam rund um Mimi Tang vom Kinderkrankenhaus in Parkville könnte nun aber ein Durchbruch gelungen sein: Sie behandelten die Probanden achtzehn Monate lang mit Milchsäurebakterien und kleinsten Mengen an Erdnussproteinen. Auf diese Weise sollte der Körper langsam an das Allergen gewöhnt werden. Nach rund vier Jahren lässt sich sagen: Der Ansatz war erfolgreich. Die Zahl der Erdnussallergien bei den Teilnehmern der Studie ist stark zurückgegangen.

Erdnüsse können lebensbedrohliche Allergien auslösen. 16 von 24 Teilnehmern waren anschließend allergiefrei

Zentraler Bestandteil der Therapie sind probiotische Bakterien. Diese sind aus der Joghurt-Werbung bekannt und regen die Darmflora an. Viel wichtiger aber: Sie aktivieren auch einige Immunzellen. Zeitgleich mit den Bakterien erhielten die Kinder zudem immer größere Mengen an Erdnussproteinen – deren allergische Auswirkungen durch die aktivierten Immunzellen aufgefangen werden sollten. Diese Form der Hyposensibilisierung wird bereits erfolgreich bei der Bekämpfung von Heuschnupfen angewandt. Nun konnten die Wissenschaftler damit auch bei Patienten mit einer Erdnussallergie Erfolge erzielen: Vier Jahre nach Abschluss der Therapie sind 16 von 24 Probanden komplett allergiefrei. Sie können also Erdnüsse essen wie jedes andere Kind auch. Bei den anderen Teilnehmern setzte zumindest eine teilweise Gewöhnung ein: Die allergische Reaktion fällt also schwächer aus als vor der Behandlung.

Weitere Studien sollen die Ergebnisse bestätigen

Um andere Effekte auszuschließen, gab es zudem auch eine Kontrollgruppe, die lediglich ein wirkungsloses Placebo bekam. Dort konnte die Allergie nur bei einem Teilnehmer vollständig zurückgedrängt werden. Die beteiligten Forscher wollen das Experiment nun mit mehr Probanden wiederholen. Außerdem soll untersucht werden, ob der Einsatz der Milchsäurebakterien tatsächlich notwendig ist – oder ob sich der Körper auch von alleine an kleinste Mengen von Erdnussproteinen gewöhnt. Auch die Teilnehmer der ersten Studie sollen weiter beobachtet werden, um langfristige Entwicklungen erkennen zu können. Von einem raten die Wissenschaftler aber dringend ab: Selbstversuche im Bereich der Hyposensibilisierung sind lebensgefährlich.

Kategorien:

Nach stundenlangem Stromausfall: Taiwan will Energiespeicher von Tesla importieren

18. August 2017 - 10:36

Am Dienstag kam es auf der Insel Taiwan zu einem folgenschweren Stromausfall. Rund sechs Millionen Haushalte konnten mehrere Stunden lang nicht versorgt werden. Auch zahlreiche Zulieferbetriebe für westliche Konzerne mussten ihre Produktion anhalten. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Apple musste seinen Aktionären sogar zeitnah versichern, dass die Produktion des iPhone 8 dennoch wie geplant verläuft. Schuld war ein technischer Fehler an einem Gaskraftwerk. Zukünftig sollen öffentliche Energiespeicher helfen, solche Probleme zu vermeiden. So verkündete Wissenschafts- und Technologieminister Chen Liang-gee: „Tesla nutzt Lithium-Ionen-Batterien, um Kalifornien und Australien zu helfen, smarte Stromnetze und Stromspeicher zu implementieren. Wir können davon zukünftig lernen. Wir werden versuchen, herauszufinden, ob es Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt“.

In Kalifornien hat Tesla bereits einen Energiespeicher gebaut, der die Versorgungssicherheit erhöhen soll. Foto: Ernesto Sanchez/Edison International Der Ausstieg aus der Atomkraft dürfte die Netze stark belasten

Der Plan sieht vor, zeitnah eine Regierungsdelegation in die Vereinigten Staaten zu schicken, um dort direkt mit Tesla zu verhandeln. Der Wirtschaftsminister wird daran allerdings nicht mehr beteiligt sein – er musste im Anschluss an den massiven Stromausfall seinen Rücktritt einreichen. Die Regierung steht bei diesem Thema unter starkem Druck, möglichst schnell eine Lösung zu präsentieren. Denn Taiwan hat angekündigt, bis zum Jahr 2025 alle Atomkraftwerke abschalten zu wollen. Stattdessen ist geplant, die Erneuerbaren Energien stark auszubauen. Kritiker hatten aber schon bei der Bekanntgabe dieser Pläne vor Problemen mit der Versorgungssicherheit gewarnt – und fühlen sich nun bestätigt. Zumal die Produktion von Solar- und Windkraftanlagen deutlich schwankender ist als von Gaskraftwerken.

Bisher verkauft Tesla auf Taiwan nur Autos und betreibt Ladestationen

Hier kommt Tesla ins Spiel. Das Unternehmen ist erst seit diesem Jahr überhaupt auf dem taiwanesischen Markt vertreten. Bisher werden dort aber lediglich Elektroautos verkauft und einige Supercharger betrieben. Die öffentliche Anfrage der Regierung könnte nun eine gute Gelegenheit sein, das Geschäft auf der Insel vor der chinesischen Küste weiter auszubauen. Als der südaustralische Bundesstaat South Australia zu Beginn dieses Jahres immer wieder mit Blackouts zu kämpfen hat, ließ sich Tesla-Chef Elon Musk diese Gelegenheit jedenfalls nicht entgehen: Er versprach, die Problematik innerhalb von einhundert Tagen zu lösen – oder kein Geld für die erbrachte Leistung zu verlangen. Ein ähnliches Modell wäre nun auch auf Taiwan denkbar.

Via: Electrek

Kategorien:

Reflektierender Straßenbelag soll in Los Angeles gegen Hitzewellen helfen

18. August 2017 - 8:03

Im Sommer können die Temperaturen in Los Angeles regelmäßig auf Werte von über vierzig Grad Celsius steigen. Innerhalb der Stadt sorgt zudem ein besonderer Effekt dafür, dass sich die Luft weiter aufheizt: Der schwarze Asphalt auf den Straßen nimmt bis zu 95 Prozent des Sonnenlichts auf und speichert so enorm viel Wärme. Anschließend wird diese Hitze abgegeben – und sorgt so für noch wärmere Temperaturen. In gewisser Weise wirkt die Straße dann wie eine ungewollte Fußbodenheizung. Abhilfe soll nun eine Spezialfarbe schaffen: Diese wird auf den normalen Straßenbelag aufgetragen und sorgt dann dafür, dass ein Großteil des Sonnenlichts reflektiert wird. Dadurch soll weniger Hitze am Boden gespeichert werden. Erste Tests zeigten, dass sich die Temperatur des Belags so um sechs bis sieben Grad reduzieren lässt.

Die Häuser und Straßen der Metropole heizen sich tagsüber zu stark auf. Bild: Los Angeles Downtown, PROAydin Palabiyikoglu, Flickr, CC BY-SA 2.0 Die Spezialfarbe könnte die Nutzung von Klimaanlagen reduzieren

Im Idealfall heizt sich damit dann auch die Umgebung weniger stark auf – und die Temperaturen im gesamten Straßenzug sinken. Davon profitieren dann vor allem ärmere Einwohner der Stadt, die sich den dauerhaften Betrieb einer Klimaanlage nicht leisten können. Aber auch Häuser und Fahrzeuge mit Kühlfunktion können diese seltener laufen lassen – wodurch sich eine Reduzierung der Klimaemissionen ergeben würde. Bisher wurde die Spezialfarbe nur auf Parkplätzen getestet, nun kommt sie erstmals auch auf einer öffentlichen Straße zum Einsatz. Geklärt werden sollen vor allem zwei Punkte: Ob der neue Straßenbelag von der Bevölkerung angenommen wird und inwieweit der Straßenverkehr die Spezialfarbe wieder abdunkeln lässt.

Auch weiße Hausdächer haben einen ähnlichen Effekt

Straßen und Fußwege bedecken allerdings nur 15 Prozent der urbanen Flächen. Vierzig Prozent werden hingegen von Gebäuden belegt. Auch in diesem Bereich gab es bereits einen ähnlichen Lösungsvorschlag. Der ehemalige Energieminister der Vereinigten Staaten Steven Chu, selbst Physik-Nobelpreisträger, schlug einst vor, alle Dächer des Landes weiß zu streichen. Dadurch sollte ebenfalls mehr Sonnenlicht reflektiert werden. Erste Berechnungen ergaben, dass dadurch zwar die Erderwärmung generell nicht beeinflusst wird – in den Städten die durchschnittliche Temperatur aber immerhin um 0,4 Grad sinken würde. In Los Angeles wird nun getestet, ob die Spezialfarbe auf den Straßen einen ähnlichen Effekt herbeiführen kann. Ganz billig ist die Umrüstung allerdings nicht: Sie kostet zwischen 21.000 und 34.000 Euro pro Meile.

Kategorien:

Neuartiger Schaum zieht CO² aus der Luft

17. August 2017 - 19:35

Der Kampf gegen den Klimawandel ist einer der großen Herausforderungen, denen die Menschheit im 21. Jahrhundert gegenübersteht. Dreh- und Angelpunkt dieser Bemühungen ist die Reduktion von CO²-Emissionen. Forscher der Rice University haben ein Material entwickelt, dass genutzt werden könnte, um CO² aus der Atmosphäre zu ziehen und zu binden. Es handelt sich dabei um einen Schaum aus hexagonalem Bor-Nitrid (H-BN) und Polyvinylalkohol (PVA), der sein dreifaches Gewicht an CO² aufnehmen kann. Das aufgenommene CO² kann dem Schaum im Anschluss wieder entzogen werden, sodass dieser wiederverwendbar ist.

Bild: Ajayan Research Group/Rice University Materialmix gibt dem Schaum erstaunliche Eigenschaften

Das Team der Rice University stellte das Material her, indem zweidimensionale Schichten h-BN schockgefroren wurden, was zur Bildung eines 3D-Schaums führte. Dieser ist anfangs noch sehr instabil und löst sich in Flüssigkeiten auf. Nachdem die Forscher den Schaum mit PVA mischten und die Mischung erneut bei extrem niedrigen Temperaturen einfroren, bildeten die h-BN-Schichten eine feste Schaumstruktur, die von dem PVA zusammengehalten wird.

„Even a very small amount of PVA works. It helps make the foam stiff by gluing the interconnects between the h-BN sheets – and at the same time, it hardly changes the surface area at all“, so Chandra Sekhar Tiwary, einer der Coautoren der Studie.

Schaum nimmt 340 Prozent seines Eigengewichts an CO² auf

In Simulationen fand das Team dann heraus, dass das neue Material eine CO²-Aufnahmefähigkeit von 340 Prozent seines Eigengewichts hat. Das aufgenommene CO² kann anschließend aus dem Schaum entfernt werden, sodass dieser etwa 2000 Mal wiederverwertet werden kann.

Nach Angaben der Forscher ist der Herstellungsprozess des Schaums so simpel, dass er problemlos hochskaliert werden kann. Das Material könnte in Luftfiltern zum Einsatz kommen. Sollte das Team eine Möglichkeit finden, die Größe der Poren im Schaum zu kontrollieren, so wäre es auch denkbar, ihn zum Aufsaugen von Öl aus Wasser zu verwenden. Durch Zugabe eines Polymer namens PDMS konnte das Team den Schaum außerdem in ein effizientes Schild gegen Laser umwandeln, das eines Tages zum Schutz biologischer Gewebe dienen könnte.

Via Rice University

Kategorien:

Getränk aus Lupinensamen: Erfrischende, kalorienarme Alternative für Sportler

17. August 2017 - 16:24

Fraunhofer-Forscher haben aus den Samen von Süßlupinen ein Erfrischungsgetränk entwickelt, das Sportler nach einer besonderen Anstrengung wieder fit macht. Der Drink enthält jede Menge Proteine, also besonders wertvolle Nahrungsergänzungsmittel. Vor Jahren schon haben diese Forscher Nahrungsmittel aus Lupinensamen hergestellt.

Bild: Fraunhofer IVV

In beiden Fällen galt es, die in den Samen enthaltene Phytinsäure zu entfernen. Diese bindet wertvolle Mineralien an sich und hemmt Enzyme, was sie alles andere als bekömmlich macht. Die Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising entwickelten ein Verfahren, das gleichzeitig die störende Säure entfernt, ohne die wertvollen Proteine zu zerstören. In einem zweistufigen Maische- und Fermentationsprozess bauen Mikroorganismen die Phytosäure ab. Zum Schluss liegt ein Lupinenextrakt in Form einer Paste oder eines Pulvers vor. Es wird wie Brause in Wasser oder einer anderen Flüssigkeit gelöst. Heraus kommt ein bekömmliches, nahrhaftes und zugleich erfrischendes Getränk.

Das kann jede Brauerei

„Wir entwickeln und optimieren Herstellungsverfahren, bei denen traditionelle Methoden mit neuen Inhaltsstoffen kombiniert werden“, sagt Raffael Osen, Projektleiter am IVV. „Auf diese Weise entstehen neue, gesunde und nachhaltige Nahrungsmittel.“ Tatsächlich ähnelt der Herstellungsprozess dem des Bierbrauens. Eingesetzt werden Apparate wie Maischpfanne, Läuterbottich oder Gärtank, über die jede Brauerei verfügt. Das heißt: Jede auch noch so kleine Brauerei kann das Verfahren nutzen, ohne dass in neue Anlagentechnikinvestiert werden muss.

Laktosefrei und vegan

„Auch kleine Brauereien haben die Möglichkeit, mit geringem ökonomischem Risiko Erfrischungsgetränke im Bereich Sport, Wellness oder Gesundheit anzubieten“, meint Caroline Fritsch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IVV. „Die Herstellung der Lupinen-Drinks ist letztlich nicht schwieriger als Bier brauen“, ergänzt Osen. Experten des Riedenburger Brauhauses und des Neumarkter Lammsbräu haben die Entwicklung begleitet. Das Heidelberger Unternehmen Wild, ein Spezialist für Getränkegrundstoffe, hat auf Basis des Lupinen-Extrakts bereits ein Fruchtgetränk mit Mango- und Apfelgeschmack produziert.

Der Lupinentrank sei erfrischend wie ein kühles Pils, so die Forscher, sei aber reich an Protinen und vollkommen alkoholfrei und zudem noch kalorienarm. Anders als ein Molkegetränk, das mit Kohlensäure versetzt ist, sei das neue Getränk laktosefrei und vegan.

via Fraunhofer

Kategorien:

Ziel Weltmarktführer: Großbritannien investiert 275 Millionen Euro in die Batterieforschung

17. August 2017 - 13:11

Der Brexit bringt für die britische Wirtschaft eine ganze Reihe an Herausforderungen mit sich. Premierministerin Theresa May hat daher bereits vor einiger Zeit angekündigt, mit gezielten Investitionen in Zukunftstechnologien die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Das Wirtschafts- und Energieministerium hat daher nun eine erste Initiative angekündigt: Die britische Regierung wird in den nächsten vier Jahren 275 Millionen Euro in die Forschung im Bereich der Batterietechnik investieren. Das Ziel ist dabei durchaus ambitioniert. Großbritannien will Weltmarktführer in den Bereichen Batterien für Elektroautos und Energiespeicher werden. Von dem Geld profitieren sollen auf der einen Seite Forschungseinrichtungen, auf der anderen Seite aber auch Autohersteller und Energieunternehmen. Gemeinsam sollen so die besten Köpfe und Technologien zusammengebracht werden.

Auch im Bereich der Batterien für Elektroautos will Großbritannien zukünftig eine größere Rolle spielen. Via: Gizmag Credit: Shutterstock Zap&Go könnte als Vorbild für die gesamte Branche dienen

Erste erfolgreiche Unternehmen aus dem Bereich der Energiespeicherung gibt es in Großbritannien bereits. Das Startup Zap&Go beispielsweise hat eine Batterie entwickelt, die auf Kohlenstoffionen basiert – und so ultraschnelle Ladezyklen ermöglicht. Ein weiterer Vorteil: Sie können vergleichsweise einfach recycelt werden. Denn auch in diesem Bereich brachte der Brexit Probleme für das Vereinigte Königreich mit sich: Bisher wurden die meisten Batterien zum Recycling in andere nordeuropäische Länder verschifft. Inzwischen wurde in Schottland aber eine eigene Recyclinganlage in Betrieb genommen. Zukünftig soll Großbritannien somit in der Lage sein, alle verbrauchten Batterien auch im eigenen Land zu recyceln. Zum Einsatz kommen die Batterien von Zap&Go etwa am Flughafen London Heathrow in den Gondeln, die Terminal 5 mit dem Parkplatz verbinden.

Auch die Entwicklung autonomer Autos wird gefördert

Die Initiative der britischen Regierung sieht nun vor, zunächst ein universitäres Zentrum für Batterieforschung aufzubauen. Bewerben können sich dafür im Rahmen der sogenannten Faraday Challenge alle Universitäten des Landes. Insgesamt steht für den Aufbau des Zentrums ein Betrag von 45 Millionen Dollar zur Verfügung. Der Gewinner des Wettbewerbs wird ausgewählt von einem neu geschaffenen „Engineering and Physical Sciences Research Council“ – in dem auch zukünftig die Forschungsergebnisse gebündelt werden sollen. Auch in einem anderen Bereich wird Geld in eine Zukunftstechnologie investiert: Für die Forschung im Bereich der autonomen Fahrzeuge stehen 25 Millionen Euro zur Verfügung.

Kategorien:

Mit Erneuerbaren Energien: Im Norden Norwegens entsteht das größte Rechenzentrum der Welt

17. August 2017 - 11:04

Die norwegische Regierung hat Ende vergangenen Jahres eine „Digitale Agenda“ beschlossen. Ein wichtiger Punkt darin: Das Land soll zu einer Art Sammelpunkt für Rechenzentren werden. Die Idee macht durchaus Sinn. Zum einen sorgen Trends wie Big Data dafür, dass immer mehr solcher zentralen Datencenter benötigt werden. Zum anderen kann das Land fast optimale Bedingungen bieten. So liegen die Temperaturen gerade im Norden des Landes sehr niedrig – was die Kühlkosten für die Prozessoren minimiert. Außerdem verfügt Norwegen über eine nachhaltige und preisgünstige Energieversorgung sowie ein gut ausgebautes Glasfasernetz. Nun hat die Strategie der Regierung einen Prestigeerfolg erzielt: Die US-Firma Kolos will in der Nähe der Stadt Ballangen das größte Datencenter der Welt errichten.

So könnte das riesige Datencenter aussehen. Der Entwurf und das Bild stammen von der Architektur- und Designfirma HDR. Ungenutzte Glasfaserkapazitäten spielten bei der Standortwahl eine wichtige Rolle

Die Energie für die benötigte Kühlung und den Betrieb der Server wird dabei lokal durch Wind- und Wasserkraft gewonnen. Dies soll die Kosten um rund sechzig Prozent gegenüber vergleichbaren Projekten in den Vereinigten Staaten reduzieren. Verantwortlich dafür ist vor allem die Tatsache, dass an den Zuflüssen der Fjorde extrem günstig Strom aus Wasserkraft produziert werden kann. Die Hitze in Rechenzentren ist so groß, dass ein Dresdner Startup damit inzwischen sogar ganze Häuser beheizen möchte.  Der große Vorteil von Ballangen besteht zudem darin, dass dort noch ungenutzte Glasfaser-Kapazitäten vorhanden sind. Die Firma Kolos hat daher bereits das entsprechende Grundstück von der Gemeinde gekauft und hat nun eine Architekturfirma mit ersten Entwürfen für die geplanten Hallen beauftragt. In diesen sollen die Server auf bis zu vier Etagen untergebracht werden.

Die Investoren versprechen zwei- bis dreitausend neue Jobs

Voll ausgebaut soll so eine Stellfläche von 600.000 Quadratmetern erreicht werden. Finanziert wird der Bau durch norwegische Investoren und eine US-Investmentbank. Auch die Region rund um Ballangen soll von dem neuen Rechenzentrum profitieren. So kalkulieren die Planer aktuell damit, dass zwischen 2.000 und 3.000 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Die dafür benötigten Mitarbeiter sollen von der lokalen Universität und mithilfe der Kommune gewonnen werden. Zum Vergleich: Ballangen selbst hat gerade einmal 2.600 Einwohner. Die nächste größere Stadt ist das rund vierzig Kilometer nördlich gelegene Narvik. Dort besitzt man eine gewisse Tradition im Bereich der Erneuerbaren Energien: Es handelt sich um eine der nördlichsten Produktionsstätten von Solarmodulen.

Via: New Atlas

Kategorien:

Luxemburgs Polizei fährt zukünftig im Tesla Model S Streife

17. August 2017 - 9:18

In Luxemburg gibt es ein eigenes Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur. Eine der Aufgaben der Beamten dort besteht darin, den Fuhrpark der Regierung langsam auf emissionsfreie Fahrzeuge umzustellen. Zahlreiche Mitarbeiter im administrativen Bereich fahren daher bereits mit Elektroautos durch das Großherzogtum. Nun allerdings geht das kleine Land noch einen Schritt weiter: Es wurden zwei Tesla Model S geordert, mit denen die Polizei zukünftig nachhaltig unterwegs sein soll. Grundsätzlich ist es nicht neu, dass auch Polizeistationen Autos mit Elektroantrieb nutzen – alleine die Polizei in Los Angeles besitzt 160 voll elektrische Fahrzeuge. Bisher wurden diese aber nur für Fahrten von Ermittlungsteams und ähnliche Angelegenheiten genutzt. In Luxemburg werden die Elektroautos nun erstmals regulär Streife fahren.

In Luxemburg zukünftig als Streifenwagen im Einsatz: Der Tesla Model S. Foto via Electrek. Die geringe Fläche des Landes eignet sich gut für Elektrofahrzeuge

Möglich wird dies natürlich auch durch die eher kleinen Distanzen innerhalb des Großherzogtums: Das Land ist nur rund 82 Kilometer lang und 57 Kilometer breit. Dies entspricht einer Fläche von 2.586,4 Quadratkilometern. Zum Vergleich: Nordrhein-Westfalen alleine kommt auf 34.110,26 km². Dort hatte sich das Umweltministerium im vergangenen Jahr einen Tesla als Dienstauto für den Minister zugelegt. Inzwischen hat die neue Umweltministerin aber entschieden, zukünftig lieber wieder ein Hybridfahrzeug mit Verbrennungsmotor zu nutzen. Denn bei den Fahrten über die Autobahn hatte sich herausgestellt, dass eine Akkuladung in der Regel lediglich für knapp 300 Kilometer reichte – zu wenig um das ganze Land abzudecken. Diese Problematik stellt sich in Luxemburg natürlich nicht.

Auch Scotland Yard denkt über einen Umstieg auf emissionsfreie Antriebe nach

Auch in Sachen Beschleunigung müssen die Polizisten dort keine Einschränkung hinnehmen. In diesem Bereich sind die Fahrzeuge von Tesla den Autos mit Verbrennungsmotor in der Regel sogar überlegen. Unklar ist allerdings noch, wie der regelmäßig notwendige Aufladeprozess des Akkus organisiert wird. Dennoch dürfte das Experiment in Luxemburg auch von den Polizeieinheiten anderer Länder intensiv verfolgt werden. So hat beispielsweise Scotland Yard vor kurzem verkündet, mit Tesla zu verhandeln, um die städtische Polizei vollständig mit Elektroautos auszurüsten. Erweist sich der Einsatz als Streifenwagen in Luxemburg als erfolgreich, könnte dies auch die entsprechenden Pläne in der britischen Hauptstadt beschleunigen.

Via: Electrek

Kategorien:

Fischfarmen im offenen Meer könnten den weltweiten Fischbedarf decken

16. August 2017 - 18:57

Aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerung wird sich die Menschheit nach neuen Nahrungsquellen umsehen müssen. Eine Möglichkeit könnte der Ozean sein. Allerdings ist der normale Fischfang nicht die Lösung – das Ökosystem in den Meeren ist bereits heute durch Überfischung belastet. Eine gute Alternative könnten Fischfarmen sein. Bereits die Nutzung eines kleinen Anteils der Meere könnte die Weltbevölkerung mit Nahrung versorgen. Das legt zumindest eine Studie der University of California, Los Angeles nahe.

Bild: Fishes, Banalities, Flickr, CC BY-SA 2.0 Fisch ist ein wichtiges Nahrungsmittel

Weltweit wurden 2016 etwa 20 kg Fisch pro Person gegessen. Fisch ist ein großes Exportgut mit einem Volumen von 148 Milliarden US-Dollar weltweit. Fische und Meeresfrüchte sind eine wichtige Proteinquelle und viele Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass eine fischreiche Ernährung spürbare Gesundheitsvorteile mit sich bringt.

Irgendwo muss der ganze Fisch jedoch auch herkommen. Und da fangen die Probleme an. Weltweit haben die Fischpopulatioen mit Überfischung zu kämpfen, und die Situation wird immer schlimmer.

Ein Weg, gegen die Überfischung vorzugehen, sind sogenannte Fischfarmen. Diese produzieren Fisch, ohne dass natürliche Bestände angegriffen werden. Aber auch Fischfarmen haben ihre Probleme: Die Zucht von Fischen in flachen Gewässern machen diese anfällig für Krankheiten und Parasiten. Außerdem stellen die Farmen aufgrund der Ausscheidungen der Tiere ein Umweltproblem dar. Die Studie der UCLA untersucht, inwieweit es vorteilhaft wäre, Fischfarmen in den Ozean auszulagern.

Fischfarmen in offenen Gewässern haben viele Vorteile

0,025 Prozent der Meeresoberfläche – so viel Fläche würde laut den Forschern der UCLA benötigt werden, um den weltweiten Bedarf an Fisch befriedigen zu können. Außerdem wäre der Schaden an der Umwelt geringer und es besteht sogar die Möglichkeit, dass Fischfarmen im offenen Meer dazu beitragen könnten, die wilden Fischbestände wieder aufzubauen.

Das größte Potential für die Fischfarmen besteht laut den Forschern in tropischen Ländern wie etwa Guinea, Bangladesh und Uruguay. Anfangs würde konventioneller Fischfang zwar aufgrund der hohen Anfangskosten für die Offshore-Fischfarmen weiter notwendig sein, aber die Farmen würden den Druck von der Fischindustrie nehmen und einen Umschwung weg von natürlichen Fischvorkommen ermöglichen.

„We need to find more protein for our growing population, and we have pretty much tapped out wild fish as protein sources. This study shows that farming fish in the ocean could play a huge role in feeding people without degrading our ocean or overfishing wild species.“, so Peter Kareiva, einer der Hauptautoren der Studie.

via UCLA

Kategorien:

Mehr als drei Millionen Likes: Barack Obama stellt einen neuen Twitter-Rekord auf

16. August 2017 - 16:12

Die Ausschreitungen rund um eine Demonstration von Rechtsradikalen im amerikanischen Charlottesville bestimmen in den USA seit Tagen die Schlagzeilen. Insbesondere weil ein Mann sein Auto offensichtlich absichtlich in eine Gegendemonstration steuerte und dabei eine junge Frau tötete. Selbst republikanische Senatoren sprachen anschließend von einheimischem und rechtsradikalem Terrorismus. US-Präsident Donald Trump hingegen wollte sich lange Zeit nicht klar äußern und verurteilte zunächst lediglich die Gewalt beider Seiten. Erst nachdem der öffentliche Druck zu groß wurde, sprach er sich in einem abgelesenen Statement klar gegen sämtliche rassistischen Bestrebungen aus – nur um diese Aussage wenige Tage später wieder zu relativieren. Sein Vorgänger Barack Obama hingegen zeigte bei seiner Reaktion mehr Fingerspitzengefühl.

Ein Zitat von Nelson Mandela vermittelt eine wichtige Botschaft

Er postete auf Twitter ein Zitat von Nelson Mandela: „Niemand ist mit Hass auf einen Menschen wegen dessen Hautfarbe, Hintergrunds oder Religion geboren worden“. Dazu postetet er ein Bild, auf dem er mit offensichtlich unterschiedlich aussehenden kleinen Kindern spricht. Mit dieser Nachricht schaffte es Obama, sich nicht direkt in die laufende Debatte einzumischen – dies gehört sich für einen ehemaligen Präsidenten nicht – und dennoch eine klare Botschaft auszusenden. Diese kam auch bei vielen anderen Nutzern des sozialen Netzwerkes gut an: Bisher hat der Tweet mehr als drei Millionen Likes erhalten – ein neuer Rekordwert. Traurig ist allerdings, dass auch der bisherige Rekord-Tweet im Anschluss an einen Terroranschlag entstand: Er stammte von der Sängerin Ariane Grande nach dem Anschlag auf eines ihrer Konzerte in Manchester.

Obama war als schwarzer Präsident immer wieder Anfeindungen ausgesetzt

In zwei anderen Tweets vervollständigte Obama dann noch das Zitat des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten: „Man muss Hass erst lernen, aber wer Hass lernen kann, dem kann auch Liebe beigebracht werden.“ Und: „Liebe kommt natürlicher in das menschliche Herz als ihr Gegenteil.“ Obama ist von der Thematik selbst immer wieder betroffen, weil er als erster schwarzer Präsident der Vereinigten Staaten von rassistischen und rechtsradikalen Gruppierungen stark angefeindet wurde und wird. Die Nutzung der sozialen Medien gehört zudem zu seinen Stärken und sie spielten bei seinen Wahlkämpfen jeweils eine große Rolle. Offensichtlich will er Twitter als Medium nun nicht komplett seinem Nachfolger und dessen Botschaften überlassen.

Kategorien:

Minamata-Konvention: Die Weltgemeinschaft will die Verbreitung von Quecksilber eindämmen

16. August 2017 - 12:55

Die Weltgesundheitsorganisation hat Quecksilber als eine der zehn gefährlichsten Chemikalien für die menschliche Gesundheit überhaupt eingestuft. Gelangt es unkontrolliert in die Natur, kann dies erhebliche Folgen für die dort lebenden Menschen und Tiere haben. Dies zeigte sich besonders drastisch in den 1950er Jahren in der japanischen Stadt Minamata. Dort hatte ein Chemiekonzern quecksilberhaltiges Wasser einfach ins Meer laufen lassen. Die Folge: Tausende Vergiftungen und bis zu 3.000 Todesfälle. Bis heute wird eine Quecksilber-Vergiftung daher auch als Minamata-Krankheit bezeichnet. Es ist also kein Zufall, dass die Vereinten Nationen genau diesen Ort auswählten, um eine Konvention zur Überwachung und Reduzierung von Quecksilberemissionen zu beschließen.

Die Verwendung von Quecksilber soll weltweit besser reguliert werden. Kohlekraftwerke müssen ihre Quecksilberemissionen reduzieren

Denn heute ist zwar allgemein bekannt, dass Quecksilber hochgiftig ist und das Nervensystem angreift. Dennoch wird es beispielsweise beim Goldabbau oftmals noch genutzt. Außerdem entsteht es als Abfallprodukt in Kohlekraftwerken. Auch einige Produkte – etwa Thermometer und Batterien – enthalten die gefährliche Chemikalie. Die neue UN-Konvention sieht nun kein komplette Verbot von Quecksilber vor. Dies ist nicht möglich, weil es auch natürliche Vorkommen gibt. Die unterzeichnenden Länder verpflichten sich aber dazu, den Verbrauch und die Entstehung in der Industrie zu reduzieren. Arbeiter, die mit der Chemikalie in Kontakt kommen, müssen zudem besser geschützt werden. Außerdem sollen keine neuen Quecksilber-Minen mehr gebaut werden.

Die Vereinigten Staaten ratifizierten das Abkommen als erstes

Außerdem wird bei einigen Produkten die Verwendung von Quecksilber komplett verboten. Bisher haben weltweit immerhin 128 Staaten die Konvention unterschrieben. 78 Länder haben den Vertrag zudem schon ratifiziert. Sie sind damit an die dort enthaltenen Regelungen gebunden. Interessanterweise waren die Vereinigten Staaten das erste Land, das die Konvention angenommen hat. Bisher gibt es auch keine Anzeichen dafür, dass die neue Regierung unter US-Präsident Donald Trump aus der Vereinbarung aussteigen möchte. Deutschland hingegen hat das Abkommen noch nicht ratifiziert. Dies sollte aber eigentlich nur noch eine Formsache sein. Denn die meisten Vorgaben der Konvention werden hierzulande bereits seit längerem erfüllt. Die deutschen Verbraucher könnten dennoch von dem Abkommen profitieren – etwa durch weniger belastete importierte Lebensmittel wie Fisch.

Kategorien:

Für vier Milliarden Dollar: Ehemalige Tesla-Manager bauen in Schweden eine eigene Gigafactory

16. August 2017 - 10:55

Fast alle Experten sind sich einig, dass die Zahl der Elektroautos in den nächsten Jahren stark zunehmen wird. Dieser Einschätzung scheinen auch die deutschen Autokonzerne zu folgen. Denn diese haben für die nächste Zeit eine stattliche Zahl an neuen Modellen mit Elektroantrieb angekündigt. Die darin verbauten Batteriezellen werden allerdings fast ausschließlich aus Asien stammen. Hierzulande hat hingegen noch kein Autobauer und kein Zulieferer eine eigene Produktion aufgebaut. Dabei haben die asiatischen Konzerne grundsätzlich keinen Standortvorteil: Die Produktion verläuft hoch automatisiert. Man benötigt also keine günstigen Arbeitskräfte, sondern gut ausgebildete Ingenieure – und die verbauten Rohstoffe müssen auch in Asien importiert werden. Zwei ehemalige Tesla-Manager wollen daher nun in Schweden eine riesige Batteriefabrik aufbauen.

Via: Electrek Die Produktion beginnt bereits in drei Jahren

Die Pläne sind durchaus ambitioniert: Insgesamt sind vier Blöcke geplant – mit jeweils einer Produktionskapazität von acht Gigawatt. Die ersten Akkus für Elektroautos sollen bereits im Jahr 2020 vom Band laufen. Die volle Produktionsleistung wird dann – den aktuellen Planungen zufolge – drei Jahre später erreicht. Von Schweden aus ist dann geplant, vor allem die europäische Autoindustrie mit Lithium-Ionen-Akkus für Elektrofahrzeuge zu beliefern. Der Preis soll unterhalb der Grenze von 100 Dollar je kWh liegen. Aktuell befindet sich das eigens gegründete Unternehmen Northvolt auf der Suche nach einem geeigneten Standort in Schweden. In der engeren Auswahl befinden sich noch Vasteras in der Nähe von Stockholm und Skelleftea im Norden des Landes.

Ein Großteil der Rohstoffe kann aus Finnland bezogen werden

Zwei Faktoren sind bei der Standortwahl von besonderer Bedeutung: Zum einen muss eine hundertprozentige Versorgung mit sauberem Strom aus Wind- und Wasserkraft sichergestellt werden. Zum anderen müssen die benötigten Rohstoffe schnell und einfach angeliefert werden können. Die Lage in Skandinavien hat in diesem Zusammenhang den Vorteil, dass sich im benachbarten Finnland sowohl Lithium-Minen als auch eine der weltweit größten Kobalt-Raffinerien befinden. Bleibt die Frage zu klären, wie die enormen Baukosten in Höhe von vier Milliarden Dollar finanziert werden sollen. Bisher gehören der Energieversorger Vattenfall, der Mischkonzern Stena und die schwedische Energieagentur zu den Förderern des Projekts. Aktuell sucht Northvolt zudem in einer Finanzierungsrunde nach weiteren Investoren – darunter möglicherweise auch europäische Autokonzerne.

Via: Bloomberg

Kategorien:

booq Saddle Carbon Businesstasche im Test

16. August 2017 - 8:52

Es war wieder einmal an der Zeit eine weitere Businesstasche vom kalifornischen Taschenlables unseres Vertrauens unter die Lupe zu nehmen. Zielprodukt war in diesem Fall die booq Saddle Carbon. Dem Hersteller zufolge soll die Tasche im Business-Alltag aber auch im Cafe oder Stadtpark eine gute Figur machen. Ob da was dran ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Platz für 15 Zoll Notebook

Bei der Saddle Carbon setzt booq auf bewährtes Hightechmaterial, das Regenwasser abperlen lässt und zudem auch mit Leichtigkeit punktet. Die Tasche wartet mit einem großen Platzangebot auf und verfügt über clevere Staufächer. Diese sorgen für Ordnung und beugen demnach Chaos vor. In der Saddle Carbon findet alles seinen richtigen Platz. Im Inneren könnt ihr eurer Notebook oder MacBook verstauen. Die maximal unterstützte Größe beträgt 16,5 Zoll. Zusätzlich ist auch noch Platz für eine Präsentationsmappe, sowie Schlüssel, Notebook-Zubehör, als auch Portemonnaie und Kleinkram vorhanden.

Für den Alltag schick

Vom Design her ist die booq Saddle Carbon Businesstasche eher unauffällig und schlicht. Das macht die Tasche Büro- und auch Alltagstauglich. In der Hand getragen, lassen sich die ergonomisch geformten Tragegriffe gut anfassen. Wer die Tasche lieber über die Schulter trägt, der profitiert von dem breiten und aus rutschfestem Polster gefertigten Schultergurt. An der Rückseite der Saddle Carbon Tasche von booq befindet sich eine breite Lasche, die auch eine Befestigung am Trolley ermöglicht. Somit geht die Tasche auch mit mehr Gepäck konform. Wie alle anderen booq Taschen auch, verfügt die Saddle Carbon ebenfalls über eine Terraling-Seriennummer. Diese kann einfach online registriert werden und hilft die Tasche bei Verlust wieder aufzufinden.

Short-Facts

  • schlankes Design, macht Tasche optisch kleiner als sie ist
  • leichtgängige Reißverschlüsse
  • leichte Tasche mit Platz für bis zu 15,6 Zoll große Notebooks
  • gut gepolstertes Laptopfach
  • passend auch für MacBook 12-15 Zoll
  • Außenmaße: 420x310x150mm
  • Innenmaße: 370x260x28mm
  • Material: Polyester
  • Leergewicht 1 kg
Fazit

Die booq Saddle Carbon ist ebenfalls eine schöne, haltbare Tasche für das Büro und auch die Freizeit. Die booq Qualität spricht dabei für sich, so dass die Saddle Carbon weiterempfohlen werden kann.

booq Saddle Carbon im Video

Preis und Verfügbarkeit

Die Saddle Carbon von booq könnt ihr direkt im Online Shop des Anbieters erwerben. Das Modell Carbon kostet 130 Euro. Auch bei Amazon ist die booq Saddle Carbon für 130 Euro verfügbar. Prime-Mitglieder sparen sich die Versadnkosten.

Kategorien:

2018 kommt der weltweit erste Multi-User-Holographie-Tisch auf den Markt

15. August 2017 - 20:17

Holographie ist eine Möglichkeit, ohne die Notwendigkeit von klobigen VR-Brillen virtuell Pläne zu entwerfen und zu visualisieren. Das Problem: Herkömmliche Holographie-Hardware stellt immer nur eine Perspektive bereit – für jeden Betrachter. Wenn nun mehrere Personen etwa um einen Tisch stehen, auf den ein Hologramm projiziert wird, bekommen alle die gleiche Perspektive zu sehen, was die Illusion zerstört. Die australische Firma Euclideon hat einen funktionierenden Prototyp des weltweit ersten Multi-User-Holographie-Tisch vorgestellt. Bis zu vier Personen können um den Tisch laufen und mit dem Hologramm aus jeweils ihrer eigenen Perspektive interagieren und müssen dabei nur eine kleine Brille tragen. 2018 soll das Gerät ein den Verkauf gehen.

Bild: Euclideon Holographie dank UD-Engine

Die Idee von Holographie-Tischen kommt direkt aus der SciFi-Literatur. Ab und zu tauchte ein derartiger Tisch auch in der Wirklichkeit auf, aber das Konzept scheiterte immer daran, dass es sich bei einem Hologramm um ein Stereo-Bild handelt und mehrere Personen daher alle die gleichen Perspektive sehen, wenn sie um einen Tisch herum stehen.

Die Firma Euclideon kommt aus dem australischen Brisbane und ist unter anderem für die Unlimited Detail (UD) 3D-Grafik-Engine bekannt, die bei ihrer Vorstellung 2011 für einiges Aufsehen in der Gaming-Community sorgte. Die UD-Engine kann gigantische virtuelle Welten in erstaunlichem Detail rendern – und das auch auf PCs, die nicht der High-End-Klasse angehören. Weil die Engine jedoch in Sachen Physik, prozeduraler Beleuchtung und sich bewegenden Objekten nicht ganz so beeindruckend war, setzte sie sich letztlich im Bereich Gaming nicht durch. Sie fristet ein Dasein als Engine für geospatiale Bildgebung – und bildet nun den Grundstein für den holographischen Tisch von Euclideon.

Bild: Euclideon Projektionen in Echtzeit aus 8 Perspektiven

Wer mit bloßem Auge auf den Tisch von Euclideon blickt, der sieht nichts anderes als eine Ansammlung von Lichtern. Erst mit den dazugehörenden Spezialbrillen bildet der Tisch ein 3D-Bild ab – und zwar aus acht verschiedenen Perspektiven. So entsteht ein Holographie-Tisch, der tatsächlich den in Filmen wie der Star Wars Reihe vorkommenden Varianten ähnelt. Auf dem Tisch können ganze Städte dargestellt werden, mit denen in Echtzeit interagiert werden kann – ein Umstand, bei dem die UD-Engine ihre Stärken voll ausspiele kann. Neben den „ernsthafteren“ Einsatzsmöglichkeiten hat Euclideons CEO Bruce Dell aber auch Spiele für den Tisch angekündigt.

Ab Februar 2018 ist der Tisch im Handel

Bisher existiert von dem Tisch nur ein etwa 1,5 x 1,5 Meter großer Prototyp. Das Unternehmen hat aber bereits genug Kapital gesammelt, um direkt in die Produktion gehen zu können. Ab Februar 2018 soll der Tisch dann im Handel verfügbar sein.

Die kleine Version, die so groß wie der Prototyp sein wird, soll mit etwa 60.000 australischen Dollar zu Buche schlagen, was etwa 40.000 Euro entspricht. Größere Versionen sind ebenfalls geplant.

via New Atlas

Kategorien:

Tesla demonstriert Clean Tech mit einem solarbetriebenem Tiny House in Australien

15. August 2017 - 17:48

Tesla macht schon längst nicht mehr nur mit Elektroautos von sich reden. Das Unternehmen stellt mit eigenen Solarschindeln und der Powerwall auch Clean-Tech-Lösungen für Häuser her. Um diese Technologien zu demonstrieren, zieht aktuell ein Model X ein Tiny House mit einer Solaranlage und einer Powerwall durch Australien, das als mobiles Designstudio in großen Städten aufgestellt wird.

Tesla demonstriert Clean-Tech-Lösungen

Das Tiny House von Tesla macht optisch durchaus was her: Es ist komplett mit Holz verkleidet, das nachhaltig lokal gefällt wurde. Das rollende Designstudio soll einen Einblick in Teslas Clean-Tech-Lösungen geben. Es ist mit einem 2-kW-Photovoltaik-System mit sechs Solarpanels ausgestattet. Die gewonnene Energie wird in einer Tesla Powerwall gespeichert.

Die Solaranlage gewährleistet die komplette Energieversorgung für das Tiny House. Im Inneren können Interessenten ein Solarsystem für ihr eigenes Haus entwerfen und sich von Tesla-Angestellten beraten lassen. „The tour is designed to provide a one-on-one educational experience on how to integrate Powerwall and solar to seamlessly power an entire home 24/7, allowing Australian consumers to gain control and understanding of their power use“, heißt es von Tesla.

Die Australien-Tour wird das Tiny House von Tesla in der Zeit von August bis Anfang Oktober nach Adelaide, Melbourne, Sydney und Brisbane führen. Nach Angaben von Tesla kann jedoch jeder in Australien einen Stopp des Tiny House in seiner Nähe anmelden. Neben der Information zum Thema Clean Energy geht es Tesla natürlich auch darum, Kunden zu gewinnen. Australien ist ein wichtiger Markt für das Unternehmen, wenn es um die Clean-Energy-Lösungen geht: 1,5 Millionen Haushalte nutzen Solarenergie – gerechnet auf die Bevölkerung ist das so viel wie nirgendwo anders auf der Welt.

via Electrek

Kategorien:

Tödliche Krankheit: Forscher können den Pocken-Virus im Labor nachbauen

15. August 2017 - 14:45

Im Jahr 1980 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Pocken endgültig für ausgerottet. Um diesen mit vielen Milliarden Dollar erkauften Erfolg nicht zu gefährden, wurde anschließend beschlossen, sämtliche noch vorhandenen Viren an zwei Standorten zu konzentrieren: In Atlanta und in Nowosibirsk. Dort sollten sie für alle Ewigkeit sicher verwahrt werden. Seit einigen Jahren wird zudem darüber diskutiert, ob die Restbestände vollständig vernichtet werden sollen oder ob sie für Forschungszwecke noch benötigt werden. Tatsächlich scheint die Gefahr einer neuen Ausbreitung der Pocken nun aber von anderer Seite zu kommen: US-Forscher haben gezeigt, dass es möglich ist, das Erbgut des Pockenvirus in vergleichsweise kurzer Zeit nachzubauen.

Die noch vorhandenen Pockenviren sind sicher verwahrt. Nachbauten aus dem Labor könnten aber zum Problem werden. 90.000 Euro und sechs Monate Zeit werden benötigt

Tatsächlich demonstrierten sie diese Fähigkeit zunächst mit den für Menschen eher harmlosen Pferdepocken. Dafür bestellten sie DNA-Fragmente mit jeweils rund 30.000 Basenpaaren. Diese Grundmaterialien konnten problemlos öffentlich bestellt werden und wurden per Post zugestellt. Anschließend setzten die Forscher das Erbgut des Pferdepockenvirus – bestehend aus rund 120.000 Basenpaaren – zusammen. Dieser Nachbau wurde in Zellen eingeschleust, die bereits mit einem harmlosen Pockenvirus infiziert waren. Die selbe Vorgehensweise ließe sich relativ problemlos auch auf die Verbreitung des Pockenvirus übertragen. Übermäßig viel Geld und Zeit wird dafür nicht benötigt: Die Forscher rund um David Evans von der University of Alberta gehen davon aus, dass circa 90.000 Euro und sechs Monate Zeit benötigt werden.

Beim Polio-Virus gibt es bereits etablierte Sicherheitsvorschriften

Evans selbst hat allerdings nicht vor, sein Experiment auch mit richtigen Pockenviren zu wiederholen. Er wollte lediglich beweisen, dass es faktisch möglich ist, diese im Labor nachzubauen. Dadurch soll eine Diskussion angestoßen werden, wie am besten mit dieser Tatsache umgegangen werden kann und welche Regulierungen im Bereich der Molekularbiologie nötig sind. Evans hat die Ergebnisse seines Experiments daher auf einer Konferenz der WHO den zuständigen Pocken-Experten vorgestellt. Möglich sind zukünftig ähnliche Regelungen wie für den Nachbau des Polio-Virus. Dessen Erbgut darf im Labor nur zu einem Fünftel nachgebaut werden. Außerdem müssen die Hersteller von DNA-Fragmenten die Bestellungen auf Verdachtsmomente zu prüfen.

Kategorien:

400 Kilometer in 15 Minuten: Porsche präsentiert eine eigene Schnell-Ladesäule für Elektroautos

15. August 2017 - 12:08

Den deutschen Autobauern wird oft vorgeworfen, zu lange alleine auf den Verbrennungsmotor gesetzt zu haben. Wichtige Entwicklungen im Bereich der E-Mobilität seien daher verschlafen worden. Ganz falsch ist dieser Vorwurf sicherlich nicht. Inzwischen hat sich der Wind allerdings gedreht und die Konzerne investieren massiv in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und der dazu gehörigen Infrastruktur. Ein gelungenes Beispiel dafür lieferte nun der Sportwagenbauer Porsche. Dieser hat eine Ladesäule für Elektroautos namens High Power Charger (HPC) entwickelt. Mit einer Leistung von 350 kW und einer abgegebenen Spannung von 800 V werden selbst die Supercharger von Tesla in den Schatten gestellt. Es handelt sich zudem nicht mehr um ein reines Konzept: Der erste High Power Charger wurde in Berlin bereits aufgestellt.

Die ersten beiden Schnell-Ladesäulen werden zum Teil durch vor Ort gewonnene Solarenergie gespeist. Bild: Porsche 80 Prozent des Akkus werden in 15 Minuten geladen

Dort soll unter Beweis gestellt werden, dass die Technik funktioniert. Kunden von Porsche werden davon allerdings erst in etwa zwei Jahren profitieren können – dann kommt mit dem Mission E der erste rein batteriebetriebene Sportwagen des Herstellers auf den Markt. Im Idealfall werden auch diese Fahrzeuge dann zuhause in aller Ruhe mit Wechselstrom aufgeladen. Denn dies stellt für den Akku und die Stromnetze die geringste Belastung dar. Unterwegs allerdings wollen Kunden natürlich nicht stundenlang warten, bis sie ihre Fahrt fortsetzen können. Dort sollen die High Power Charger mit Gleichstrom zum Einsatz kommen – und den Mission E in nur 15 Minuten zu immerhin achtzig Prozent wieder aufladen. Dies würde bei einer gemäßigten Fahrweise für rund 400 Kilometer ausreichen.

Auch Tesla hat eine neue Generation des Superchargers angekündigt

Selbst wenn der Porsche voll ausgefahren wird, dürfte immerhin rund die Hälfte dieser Strecke zurückgelegt werden können. Das Laden des Elektroautos unterwegs ähnelt damit immer mehr dem klassischen Besuch an einer Tankstelle. Dies ist für die weitere Verbreitung von Elektroautos von enormer Bedeutung, weil noch immer viele potentielle Kunden Angst haben, unterwegs mit leerer Batterie liegen zu bleiben. Die von Porsche entwickelten neuen Ladestationen eignen sich zudem auch für die Autos anderer Marken – sofern diese den CCD-Standard einhalten. Dies ist beispielsweise beim e-Golf von Volkswagen der Fall. Tesla hat zudem bereits angekündigt, den Supercharger V3 auf den Markt zu bringen – dann ebenfalls mit einer Leistung von 350 KW.

Kategorien:

Das Umweltbundesamt kritisiert: Dieselfahrzeuge erhalten mehr Subventionen als Elektroautos

15. August 2017 - 10:02

Von der deutschen Politik und den einheimischen Autobauern wurde der Dieselantrieb lange Zeit als umweltfreundliche Alternative vermarktet. Im Zuge der Manipulationsaffäre bei Volkswagen und anderen Herstellern wurde aber deutlich, dass diese Versprechungen nicht eingehalten werden können. In der Steuerpolitik hat sich diese Erkenntnis aber noch nicht niedergeschlagen, sodass Dieselfahrzeuge bis heute deutlich bevorzugt werden. Ersichtlich wird dies für jeden an der Tankstelle: Dort ist Diesel deutlich günstiger als Benzin – was ausschließlich an den niedrigeren Steuersätzen liegt. Denn pro Liter Diesel müssen 18,4 Cent weniger an den Staat abgeführt werden als dies bei Benzin der Fall ist. Das Umweltbundesamt fordert nun, diese Ungleichbehandlung zu beenden.

Diesel und Benzin sollen zukünftig gleich besteuert werden – zumindest wenn es nach den Vorstellungen des Umweltbundesamts geht. Foto: joho345 (Own work), via Wikimedia Commons Dieselfahrzeuge erhalten mehr Förderung als Elektroautos

Den Berechnungen der Mitarbeiter dort zufolge, werden Dieselfahrzeuge durch den reduzierten Steuersatz jährlich mit 7,8 Milliarden Euro subventioniert. Immerhin rund 3,5 Milliarden Euro davon entfallen auf PKWs. Um die Größenordnung der Unterstützung zu erfassen, hilft ein Vergleich: Die staatliche Förderung für Elektroautos beträgt insgesamt rund eine Milliarde Euro – und zwar nicht pro Jahr, sondern insgesamt bis zum Jahr 2020. Allerdings müssen die Besitzer von Dieselfahrzeugen eine höhere KFZ-Steuer zahlen, wodurch sich ein Teil des Steuervorteils wieder ausgleicht. Auch so bleibt aber noch eine staatliche Subvention in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Die Regelung bevorzugt zudem ausgerechnet die Fahrer, die das Auto oft und viel nutzen – was aus klimatechnischer Sicht nur wenig Sinn macht.

Viele Kunden kauften Dieselautos im Vertrauen auf günstigen Kraftstoff

Die Bundesregierung zeigte sich von der Idee allerdings nicht sehr angetan. Dies dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass ein Ende der steuerlichen Bevorzugung unweigerlich zu steigenden Diesel-Preisen an der Tankstelle führen würde. Da alleine im vergangenen Jahr rund 45,9 Prozent der neu zugelassenen Autos einen Dieselmotor besaßen, wäre davon ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung betroffen. Gerade in einem Wahljahr stehen die Chancen für eine solch unpopuläre Maßnahme daher schlecht. Zumal viele Leute sich auch im Vertrauen auf die günstigen Kraftstoffpreise für den Kauf eines Diesels entschieden haben dürften. Mit einer Entscheidung über die Umstellung der Energiesteuer ist daher frühestens im nächsten Jahr zu rechnen.

Kategorien:

eHighway: Deutschland bekommt eine elektrifizierte Autobahn

15. August 2017 - 8:01

Ende nächsten Jahres geht Deutschlands erster eHighway als Teilstück einer normalen Autobahn in Betrieb. Siemens hat jetzt den Auftrag erhalten, die A5 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt mit Oberleitungen auszustatten. Genutzt werden kann er von Lkw mit Hybridantrieb. Auf der Teststrecke fahren sie rein elektrisch, außerhalb mit einem Dieselmotor. Stets wird Bremsenergie zurückgewonnen und in der Bordbatterie gespeichert.

Deutschlands erster eHighway; Bild: www.siemens.com/presse Stromabnehmer sind voll automatisiert

Ähnlich den Oberleitungsbussen, die in drei deutschen Städten eingesetzt werden, bezieht der Hybrid-Lkw seine Antriebsenergie mit Hilfe von Stromabnehmern, die denen von Straßenbahnen und Zügen ähneln, aus der Oberleitung. Sobald die Teststrecke erreicht ist, fahren sie aus und positionieren sich so, dass kein Kurzschluss entsteht. Bei Kurvenfahrten werden sie automatisch nachgeführt. Am Ende der elektrifizierten Strecke verschwinden die Stromabnehmer wieder im Dach der Fahrerkabine. Die deutsche Strecke bei Frankfurt ist mit zehn Kilometern fünfmal länger als eine schwedische nördlich von Stockholm, die vor gut einem Jahr in Betrieb ging. Daneben gibt es noch reine Teststraßen in den USA und Deuschland.

eHighway im Video

Weitere interessante Videos findet ihr auf unserem Youtube-Channel

„Innovativer Schwerlastverkehr“

Das Projekt wird Rahmen des von Hessen Mobil geleiteten Verbundprojekts „Elektrifizierter innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen“ (ELISA) realisiert, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. „Mit dieser Anlage soll der praktische Nachweis der Integrationsfähigkeit von Oberleitungssystemen im Straßenraum erbracht werden“, sagt Gerd Riegelhuth, Abteilungsleiter Verkehr bei Hessen Mobil.
„Mit dem eHighway haben wir erstmals eine wirtschaftlich darstellbare Lösung für einen klimaneutralen Straßengüterverkehr geschaffen“, meint Roland Edel, Technologiechef der Siemens-Division Mobility. Eingesetzt werden Hybridfahrzeuge von Volvo und der Volkswagentochter Scania, die bereits in Kalifornien und Schweden getestet worden sind.

Elektrisch, aber nicht emissionsfrei

Elektrisch betriebene Lkw emittieren zwar keine Schadstoffe, während sie unterwegs sind. Doch bei der Stromerzeugung fallen dennoch welche an. Denn mehr als die Hälfte des deutschen Stroms wird in Kohle- und Erdgaskraftwerken erzeugt. Der Mix wird sich noch verschlechtern, wenn bis 2022 die letzten deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet werden.
Immerhin ist der Stromantrieb doppelt so effizient wie ein Dieselmotor, sagt Siemens. Das bedeutet, dass nur halb so viel Primärenergie nötig ist.

Kategorien:

Seiten

bestimmte Inhalte gezielt finden

 

Mit der Suchmaschine können alle Inhalte zum Lebensunternehmer-Training und zur artgerechten Umgebung für Lebensunternehmer gezielt nach bestimmten Stichwörtern durchsucht und so die jeweils  relevanten Inhalte gefunden werden.

Besonders wichtige Stichwörter:
naturverbundenheit, traumberuf finden, selbstentfaltung, autodidaktisch lernen, urteilsvermögen, entscheiden, beteiligen, Verantwortung, demokratie, netzwerke, grundeinkommen

Geben Sie doch testweise die Stichwörter, die Sie besonders interessieren, in die Suchmaschine ein und schauen Sie sich die gefundenen Trefferanzeigen an!

 

Loading

 

 

Erfahre mehr über das Lebenskonzept der Lebensunternehmer und die optimale Lebensumgebung dafür!

Im eBook-Shop gibt es dazu:

eBooks zu dem Lebenskonzept der Lebensunternehmer 

eBooks über eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen aufbaut (die optimale Lebensumgebung für Lebensunternehmer)

eBooks über Insel-Solaranlagen und Windräder und Solarkollektoren, die man umweltfreundlich und Ressourcensparend aus Schrott, Altmetall und Abfällen bauen kann

im eBook-Shop stöbern … 


Lebensunternehmer-ebook-Shop

Werden Sie Lebensunternehmer oder helfen Sie anderen dabei!

 Herz fuehrt Verstand, dann kann nichts schiefgehen

Sie möchten weitestgehend frei über Ihre Lebenszeit verfügen und Ihre Fähigkeiten, Ihre Neigungen, Ihre Kreativität (Phantasie) und Ihre Gefühle bestmöglich ausleben?

Sie möchten Ihre eigenen Ideen realisieren, vielleicht sogar von zuhause aus arbeiten und sich ein Einkommen erwirtschaften, das Ihren Lebensunterhalt sichert. 

Sie möchten langfristig gut und deshalb im Einklang mit der Natur leben?

Neben einer vereinfachten Lebensweise spielt dabei auch die moderne Technik eine wichtige Rolle.
Wir finden heraus, wie Sie einfacher leben und die aktuellen technischen Möglichkeiten optimal nutzen können.

Beispielsweise bietet sich zur Fortbewegung in den Städten das Car2go- oder Car-Sharing-Konzept an oder wie wäre es in Zukunft mit einer AllinOne-Solaranlage zur weitestgehend autarken Stromversorgung oder verbrennen Sie Biomasse (z. B. Kuhmist) und erzeugen Sie so Ihren eigenen Strom.

Sie möchten sich mit Ihrer eigenen Stimme an den gesellschaftlichen Entscheidungen, die Sie interessieren, beteiligen ?

Möglicherweise wünschen Sie sich insgeheim schon lange, so zu leben und entsprechende Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln.

Ja, wie wäre es, wenn Sie Ihre Begeisterung für diese ganzheitliche Lebensweise sogar zu Ihrem Beruf machen und sie auf diesem Wege, Ihr Wissen mit anderen teilen und anderen Menschen helfen können, erfüllter zu leben.

Verwirklichen Sie doch Ihren Traum! Werden Sie ein ganzheitlich denkender Lebensunternehmer oder falls Sie das schon sind, geben Sie Ihr Wissen weiter und geben Sie so Ihrer Zukunft ganz neue Perspektiven! 

Verdienen Sie mit Ihrer selbst gewählten Aufgabe Ihren Lebensunterhalt.

Sie können als Lebensunternehmer-Coach Ihr Wissen weitergeben oder aber auch als Coachee, die ganzheitliche Denkweise der Lebensunternehmer kennen lernen.

Natürlich können Sie auch nur einzelne Schwerpunkte aus dem Lebensunternehmer-Konzept trainieren bzw. coachen, etwa den Workshop wo es darum geht für Berufsanfänger und Berufswechsler den optimalen Beruf bzw. die Lebensaufgabe zu finden.

Für die Teilnahme sind keine besonderen Schulabschlüsse oder Zertifikate erforderlich! 

Wichtig ist, daß Sie von Ihrem Thema begeistert sind und gerne lernen bzw. später als Lebensunternehmer-Coach Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse leidenschaftlich gerne an andere weitergeben.

Ja ich möchte:

Weitere Websites von mir:

 

>> Lebensunternehmer-Training - netzwerkkompetenz.org

>> optimale Berufswahl - leb-dein-leben.info

>> sich bestmöglich entwickeln - das-lernen-lernen.info

 

>> Technik sinnvoll und hilfreich nutzen

*** Internetdienste kompetent nutzen ***

*** wichtige IT-Sicherheitsfragen *** 

*** Informationswerkzeuge ***

***  Kommunikationswerkzeuge ***

***  Kooperationswerkzeuge *** 

***  Selbst Strom erzeugen und Energie sparen ***