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Aktualisiert: vor 1 Tag 1 Stunde

Surfen im Urlaub: Surfsticks und mobile Router sorgen für mehr Flexibilität

21. April 2018 - 11:21

Auch wenn viele Urlauber während ihrer Reise gerne einmal abschalten möchten – in manchen Situationen erweist sich das Internet als praktisch. Ob für die Wegbeschreibung zu einer Sehenswürdigkeit oder eine Restaurant-Empfehlung: Wenn das Hotel über kein WLAN verfügt und die Smartphone-Flat nicht ausreicht, rücken die Surfsticks für unterwegs in den Fokus. Diese ermöglichen auch im Urlaub den raschen und kostengünstigen Zugriff auf das Internet über Laptop, Netbook oder Tablet.

Schatten Wifi Tower am Strand in Peru Surfstick für Internet unterwegs

Der Surfstick ist von verschiedenen Anbietern erhältlich, meist als Prepaid-Variante. Das heißt: Eine Prepaid-Sim-Karte wird erworben, das Guthaben vorab bezahlt und anschließend die Karte in den Stick eingefügt. Dafür gibt es ein spezielles Einschubfach, das meist über einen Hinweis verfügt, wie genau die Sim-Karte eingelegt werden muss. Über einen herkömmlichen USB-Anschluss gelangt der Stick an Netbook oder Laptop. Dort installiert sich – meist automatisch – eine Software, die der Surfstick mitbringt. Anschließend befindet sich ein Einwahlwerkzeug in Form eines Symbols auf dem Bildschirmdesktop. Per Mausklick darauf öffnet sich ein Eingabefenster für die PIN, über welche die Sim-Karte gesichert ist. Nach der PIN-Eingabe, der Auswahl des entsprechenden Netzes und dem Klick auf „Verbinden“ greift der Laptop auf das mobile Internet zu. Bis die Verbindung steht, vergehen etwa fünf bis zehn Sekunden.

Wer möchte, gibt die Smartphones und Co weiterhin als WLAN-Hotspot frei. Das bedeutet, dass mehrere Geräte auf die Flatrate zugreifen können. Allerdings erfordert dies eine spezielle Einrichtung über Windows 10, wie beispielsweise PC Welt berichtet. Bei der Einrichtung eines solchen Hotspots sollte unbedingt auf einen gesicherten Zugang (zum Beispiel per PIN oder Passwort) geachtet werden, da sonst Außenstehende das WLAN nutzen können.

Bild: frankieleon, Flickr, CC BY-SA 2.0 Surfstick mit Kostenkontrolle: Prepaid oder Vertragslaufzeit?

Neben der Prepaid-Variante, die volle Kostenkontrolle durch die Vorab-Bezahlung ermöglicht, werden monatlich kündbare Flatrates für den Surfstick immer beliebter. Während bei der Prepaid-Sim-Karte das Internet nach dem aufgebrauchten Guthaben nicht mehr verfügbar ist, werden bei Flatrates einfach die Geschwindigkeiten gedrosselt. Das macht das mobile Internet flexibler, denn trotz aufgebrauchtem Datenvolumen kann mit ein wenig Geduld weitergesurft werden – ohne in die Kostenfalle zu gelangen.

Über den Prepaid Surfstick von 1&1 kann eine monatlich kündbare Flatrate hinzugebucht werden. Diese ist meist sogar günstiger als ein Prepaid-Stick. Die Kosten richten sich dabei nach dem gewünschten Datenvolumen, das in höchster Geschwindigkeit verfügbar ist. Sofern das Limit überschritten wurde, erhält der Nutzer eine kurze Benachrichtigung und surft gedrosselt weiter. Das bedeutet, dass immerhin kleinere Programme wie ein E-Mail-Postfach trotzdem laufen – so bleiben die Nutzer im Urlaub stets erreichbar. Jeden Monat kann außerdem flexibel entschieden werden, ob die Flatrate weiter genutzt oder gekündigt werden soll. Für den Urlaub ist das besonders praktisch.

Alternative zum Surfstick: Mobiler Router

Eine Alternative zum Surfstick, der direkt an den Laptop oder das Tablet angeschlossen wird, ist der mobile Router. Auch diesen gibt es beispielsweise bei 1&1, aber auch anderen Anbietern. Der größte Vorteil: Ganz ohne die vorherige Einrichtung eines Hotspots kann der mobile Router von mehreren Endgeräten genutzt werden. Ob Tablet, Smart-TV oder Spielekonsole, der USB-Anschluss, wie er vom klassischen Surfstick benötigt wird, ist nicht erforderlich, um eine Verbindung herzustellen. Ein weiterer Pluspunkt ist der Einsatz des mobilen Routers in Reisegruppen; nicht jeder Teilnehmer muss dafür eine neue Sim-Karte kaufen. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, wie viele Endgeräte maximal auf das WLAN zugreifen können. Die flexible Möglichkeit des Urlaubs-WLANs ist zwar meist etwas teurer als die Surfstick-Variante, gerade in Gruppen können die Kosten aber gut aufgeteilt werden.

Tipp: Keine Angst vor zu viel Gepäck – auch die mobilen Router gibt es in kompakter Größe, die in jede Tasche passt.

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Stromsharing: Die sonnenCommunity bietet Unabhängigkeit von Energiekonzernen

21. April 2018 - 9:30

Der Energiedienstleister sonnenCommunity hat ein neues Konzept entwickelt, mit erneuerbarer Energie Heizkosten zu sparen und zugleich von den großen Energiekonzernen loszukommen. Er bietet intelligente Solarstromspeicher an, die sich digital miteinander vernetzen lassen. Wer Teil dieser Community wird, spart Geld und erhält neue Unabhängigkeit.

Die sonnenCommunity vernetzt die Besitzer von Energiespeichern / Foto: Screenshot aus Youtube-Video s.u. Saubere, kostengünstige Energie für möglichst viele Menschen

Im Grunde geht es bei diesem Projekt darum, saubere, kostengünstige Energie möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Natürlich wollen wir dabei aber nicht aus den Augen verlieren, dass die Firma sonnen mit ihrer Idee auch ihr Geld verdient, sonst würde sie sich vermutlich nicht so engagieren. Sie verkauft nämlich die smarten Akkus, die dafür zuständig sind, den Strom zu speichern und diesen mit anderen Community-Mitgliedern gezielt zu teilen. Scheint also in Norddeutschland die Sonne, während es im Süden eher finster aussieht, wandert der Stromüberschuss aus Hamburg und Bremen zu den aktuell »energielosen« Münchnern. Dabei wird nur der Teil des Stroms geteilt, der sich nicht im Akku speichern lässt.

Die hohe Gewinnmarge der Stromkonzerne fällt aus dem Preis weg

Für den eingespeisten Stromüberschuss erhalten die »Spender« eine bessere Bezahlung, als sie aktuell von den Netzbetreibern zu erwarten haben, und doch kommt der Strom deutlich kostengünstiger bei seinem neuen »Besitzer« an. Schließlich fällt die hohe Gewinnmarge der Stromkonzerne weg! Gesteuert wird dies alles von einer zentralen Software, die Angebot und Nachfrage regelt. Die interessante Offerte gilt selbstverständlich nicht nur für Besitzer von Solarstromanlagen, sondern auch für die Betreiber von Windkraftanlagen, denn schließlich produzieren beide Anlagen grüne Energie. Die Firma sonnen stellt die für das Stromsharing benötigten intelligenten Zähler bereit, die eine bilanzierfähige Energieproduktion gewährleisten. Damit kann jedes angeschlossene Solarsystem am Stromhandel der Leipziger Börse teilnehmen, wodurch die sonnenFlat entsteht, eine kostenlose Rest-Energieversorgung.

Die sonnenCommunity im Video erklärt

Auch Haushalte ohne Solar und Windkraft können teilnehmen

Insgesamt stehen mehrere Nutzungsvarianten der sonnenCommunity zur Auswahl, auch Haushalte ohne eigene Solar- oder Windkraftversorgung können am Projekt teilnehmen. Diese erwerben eine sonnenBatterie für den allgemeinen Netzausgleich und beziehen anschließend 10 Jahre lang kostenlosen Strom. Was dieser Akku allerdings kostet, ist nicht genau bekannt: Wer sich für das Angebot interessiert und den Preis erfragt, sollte natürlich nachrechnen, ob sich die Sache für ihn überhaupt auszahlt. Insgesamt klingt diese Idee aber schon ziemlich spannend und könnte durchaus zum neuen Trend werden!

Quelle: sonnen.de

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Medizin: Hat die Kühlbox zum Organtransport bald ausgedient?

20. April 2018 - 19:30

Organtransplantationen sind seit Jahrzehnten eine weit verbreitete Behandlungsmethode, wenn ein Organ durch eine Krankheit so weit beschädigt wurde, dass es seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Und ungefähr genauso lange werden die Spenderorgane für den Transport heruntergekühlt und in einer Kühlbox transportiert. Diese Prozedur überstehen nicht alle Organe unbeschädigt. Forscher haben nun erstmals eine größere Vergleichsstudie durchgeführt, bei der sie Spenderlebern ungekühlt und mit einer künstlichen Durchblutung statt in einer Kühlbox transportiert haben. Die Ergebnisse waren vielversprechend.

Transport mit künstlichem Kreislauf

Besonders bei Spenderlebern gibt es einen recht großen Bedarf und ein nicht ausreichendes Angebot. Dieser Organmangel führt dazu, dass vermehrt auch Organe transplantiert werden, die nicht völlig ohne Vorschädigungen sind. Gerade diese bereits angeschlagene Lebern haben eine geringere Wahrscheinlichkeit, den Transport in der Kühlbox unbeschadet zu überstehen. Außerdem sind diese Organe besonders anfällig für Reperfusionsschäden – also Schäden, die entstehen, wenn Gewebe nach langer Minderdurchblutung wieder mit frischem Blut durchblutet wird.

Eine alternative Methode zur Kühlbox ist die sogenannte normotherme Maschinenperfusion (NMP). Mit dieser kann die Leber so transportiert werden, als wäre sie noch im Körper. Dabei bleibt sie auf Körpertemperatur und wird über einen künstlichen Kreislauf mit Blut, Nährstoffen und Medikamenten versorgt. So kann die Leber zur Not sogar 24 Stunden am Leben erhalten werden.

In einer ausführlichen klinischen Studie hat ein Team rund um David Nasralla von der University of Oxford diese Methode mit der klassischen Kühlbox verglichen. Dabei wurden 220 Spenderleben in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde gekühlt transportiert, die andere wurde an eine NMP-Maschine angeschlossen zum Patienten gebracht.

NMP ist der Kühlbox überlegen

Das Ergebnis: Der Transport mit der NMP-Methode brauchte im Schnitt zwar 54 Prozent länger, aber die Lebern überstanden den Transport deutlich besser als die Lebern in den Kühlboxen. Es gingen deutlich weniger Lebern verloren und die Zahl der Transportschäden lag generell deutlich niedriger. Ein Jahr nach der Transplantation zeigten sich zwischen den beiden Methoden keine Unterschiede in Bezug auf die Gesundheit der Spenderorgane. Die Forscher gehen aber davon aus, dass die maschinelle Perfusion langfristig auch den Erfolg von Lebertransplantationen verbessern wird. „ Die Möglichkeit, ein Organ unter nahezu normalen Bedingungen zu transportieren, könnte die Lebertransplantation entscheidend voranbringen„, so Nasralla.

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Schock für Lebensmittelhändler: Amazon Fresh bedroht den Umsatz

20. April 2018 - 16:53

Als Amazon letztes Jahr in Deutschland mit dem Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh an den Start ging, fühlte sich die Einzelhandelsbranche noch nicht wirklich bedroht. Inzwischen hat sich das ein wenig geändert. Aktuelle Zahlen zeigen, dass sich die etablierten Lebensmittelhändler in Deutschland vorsehen müssen: Amazon dringt schneller in ihr Marktsegment ein, als sie anfangs wahrhaben wollten.

Sind die Lebensmittelhändler bedroht von Amazon Fresh? Amazon bedroht die deutschen Lebensmittelhändler

Bisher ist Amazon Fresh in Berlin, Hamburg, München und Potsdam verfügbar. Für die nähere Zukunft ist auch nicht unbedingt geplant, den Service auf andere Städte auszuweiten. Vielmehr konzentriert der Online-Versandhändler sich erstmal die Verbesserung von Amazon Fresh an den bereits bestehenden Standorten.

Bezogen auf die Lebensmitteleinkäufe über das Internet hat Amazon trotz der beschränkten Anzahl an Standorten laut des Internet-Datendienstes One-Click-Retail bereits heute einen Marktanteil von mehr als 25 Prozent. Im ersten Quartal 2018 hat Amazon in Deutschland 65 Millionen Euro mit Lebensmittelverkäufen umgesetzt – im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einem beeindruckenden Zuwachs von 33 Prozent. In keinem anderen Land in Europa konnte Amazon mehr Geld mit Lebensmitteln machen. In den USA, wo Amazon Fresh seine Premiere feierte, machte Amazon im ersten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von etwa 526 Millionen Dollar im Lebensmittelbereich und steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr so um stolze 48 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass Deutschlands Lebensmittelhändler die Konkurrenz durch Amazon durchaus ernst nehmen sollten. Mittelfristig erwarten Experten, dass sich im Lebensmittelbereich etwa sechs bis acht Milliarden Euro Umsatz pro Jahr vom stationären in den Onlinehandel verschieben werden. Das ist eine beachtliche Summe, von der Amazon und weitere Lebensmittel-Lieferservices profitieren werden.

Besonders Alkohol und Süßigkeiten sind erfolgreich

Um ebenfalls von dieser Umsatzverschiebung zu profitieren, müssten Deutschlands Lebensmittelhändler ebenfalls ins Netz expandieren. Von den großen Einzelhandelsunternehmen hat dies bisher nur Rewe wirklich erkannt. Das Unternehmen liefert nahezu bundeswet Lebenmittel in 75 Städten aus. Edeka unterhält einen über das Tochterunternehmen Bingmeister einen Lieferdienst in München und Berlin. Die großen Discounter dagegen unterhalten bisher noch keinen Online-Lebensmittelhandel.

Der Angriff Amazons auf die Lebensmittelbranche beschränkt sich nicht nur auf Amazon Fresh. Über den Schnelllieferdienst Amazon Prime Now vertreibt Amazon ebenso Lebensmittel – und das sogar deutlich erfolgreicher als mit Amazon Fresh. Vor allem alkoholische Getränke sind ein Erfolgsgarant – ihr Umsatzanteil betrug 25 Millionen Euro. Das ist besonders deshalb schmerzhaft für den Einzelhandel, weil die Gewinnmarge in diesem Sektor besonders hoch ist. Und auch Süßigkeiten, Snacks und Kaffee verkaufen sich besonders gut online.

In den USA möchte Amazon sich in Sachen Lebensmittel nicht weiter nur aufs Netz beschränken. Mit der Übernahme der Supermarktkette Whole Foods plant der Konzern die Eröffnung eigener Geschäfte. Ein solcher Schritt dürfte auch in Deutschland nur eine Frage der Zeit sein.

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Maschine statt Mensch: Selbst die Spargelernte kann jetzt automatisiert werden!

20. April 2018 - 14:32

Das niederländische Unternehmen Cerescon hat eine Maschine entwickelt, die selbstständig Spargel ernten kann. Bisher wird diese anstrengende Arbeit zumeist von menschlichen Arbeitskräften übernommen. Viele Landwirte haben aber Probleme, ausreichend Leute dafür zu finden. Maschinen konnten bisher allerdings nur sehr begrenzt genutzt werden. Dies könnte sich durch eine Neuentwicklung der niederländischen Firma Cerescon nun aber ändern. Denn der Familienbetrieb hat eine Maschine entwickelt, die den Spargel im Damm lokalisieren und diesen dann sicher herausholen kann. Theoretisch kann der „Sparter“ dadurch in einem Durchgang so viel ernten, wie Dutzende Arbeitskräfte in drei Tagen. Für die Landwirte wäre dies logischerweise ein lohnendes Geschäft. Vorausgesetzt die Maschine erfüllt die Versprechungen der Entwickler.

Foto: Cerescon Der Spargel wird mithilfe von Stromflüssen lokalisiert

Doch wie wird der Spargel unterhalb der Erdoberfläche lokalisiert? Dafür wurde eine sehr smarte Lösung entwickelt. So fahren Fühler an den Seiten des Damms vorbei und senden Strom aus. Auf der anderen Seite wird dann geschaut, wie viel Strom dort ankommt. Weil Spargel zum Großteil aus Wasser besteht und Strom daher sehr gut leitet, lassen sich die Standorte der einzelnen Stangen auf diese Weise exakt lokalisieren. Diese Information wird dann an das integrierte Schneidemesser übermittelt, sodass der Spargel unbeschädigt aus der Erde geholt werden kann. Für die Ernte werden somit lediglich noch zwei Menschen benötigt: Ein Traktorfahrer und jemand, der die Maschine bedient und überwacht.
Ich verdiene ein (Schweine)geld mit eBooks?: Leidensweg eines Autors Preis: 4,95€ Zuletzt aktualisiert am 20.04.2018 Bei Amazon ansehen Die Qualität des Spargels soll sich erhöhen

Den Berechnungen des Unternehmens zufolge können die Anschaffungskosten in Höhe von 600.000 Euro bereits in vier Erntesaisons vollständig wieder hereingeholt werden. Dies hängt aber logischerweise auch von der Größe des Betriebs und der Zahl der bewirtschafteten Felder ab. Die Entwickler versprechen zudem: Auch die Qualität des Spargels verbessert sich. Etwa weil der Spargel bereits geerntet wird, wenn er noch in der Erde ist. Violette Verfärbungen, die entstehen können, wenn die Stangen schon aus der Erde hervorschauen, können so vermieden werden. Auch die Plastikfolie über dem Spargeldamm wird bei der maschinellen Ernte nicht zerstört: Der „Sparter“ hebt diese an und legt sie nach verrichteter Arbeit wieder ab.

Via: Cerescon

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Daisy: Apples neuer Roboter recycelt 200 iPhones pro Stunde!

20. April 2018 - 12:37

Anlässlich des anstehenden „World Earth Day“ hat der Technologiekonzern Apple einen selbst entwickelten Recycling-Roboter präsentiert. Dieser trägt den Namen Daisy und soll genutzt werden, um alte iPhones möglichst effizient weiter zu verwerten. Den Angaben des Unternehmens zufolge kann der Roboter bis zu zweihundert alte Smartphones pro Stunde zerlegen und dabei verschiedene hochwertige Metalle separieren, die bei den bisher genutzten Verfahren verloren gingen. Die durch das Recycling gewonnenen Rohstoffe werden teilweise verkauft, zum Teil aber auch in der eigenen Produktion genutzt. Letzteres passt in die grundsätzliche Strategie des Unternehmens: Vor einiger Zeit hat Apple das Ziel ausgegeben, die eigenen Produkte ausschließlich aus recycelten Materialien zu produzieren. Bisher ist man davon aber, trotz Daisy, noch ein ganzes Stück entfernt.

Foto: Apple Kunden erhalten für ihr altes iPhone Gutschriften

Der Vorgänger von Daisy trägt den Namen Liam und kann ebenfalls iPhones recyceln. Er wurde damals auch entwickelt, um der Kritik zu begegnen, bei der Produktion der Smartphones würden zu viele schwer beschaffbare und teilweise aus Krisengebieten stammende Rohstoffe verwendet. Die Präsentation des Nachfolgers wird nun zudem von einer Marketing-Aktion begleitet. Wer bis zum 30. April sein altes iPhone in einem der Apple Stores abgibt, erhält entweder eine Gutschrift oder eine Geschenkkarte des Konzerns. Dadurch dürfte sichergestellt sein, dass Liam und Daisy zukünftig auch ausreichend Arbeit haben. Zusätzlich will das Unternehmen für jedes abgegebene iPhone jeweils noch eine Spende an eine Umweltschutzorganisation leisten.

Auch die Erneuerbaren Energien werden gefördert

Neben dem Thema Recycling ist Apple zudem bemüht, die eigene Klimabelastung zu reduzieren. So hat der Konzern in die Entwicklung von Wellenkraftwerken investiert und produziert selbst sauberen Solarstrom. Vor einigen Tagen gab Apple zudem bekannt, dass inzwischen einhundert Prozent des eigenen Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Ganz richtig ist dies allerdings nicht: Um diesen Wert zu erreichen, setzt das Unternehmen zum einen auf Ausgleichsprojekte an anderen Stellen. Außerdem sind die zahlreichen Zulieferbetriebe in der Rechnung noch nicht enthalten. Bei der Produktion des iPhones werden also sehr wohl noch fossile Energieträger genutzt. Trotzdem ist das Engagement von Apple in diesem Bereich aber ein wichtiges Zeichen für den Klimaschutz.
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Jungfernflug erfolgreich: Dieses kleine Elektroflugzeug fliegt für drei Dollar in der Stunde

20. April 2018 - 9:35

Die Firma Bye Aerospace hat das selbst entwickelte Elektroflugzeug Sun Flyer 2 erstmals tatsächlich fliegen lassen. Dank der integrierten Lithium-Ionen-Akkus kann der Flieger theoretisch bis zu dreieinhalb Stunden in der Luft bleiben. Der allererste Jungfernflug diente allerdings zunächst einmal nur dazu, die grundsätzlichen Fähigkeiten zu demonstrieren. Eine Idee für eine sinnvolle wirtschaftliche Nutzung besteht auch bereits: Mit dem Sun Flyer 2, der lediglich über zwei Sitze verfügt, sollen angehende Piloten kostengünstig unterrichtet werden können. Denn im Betrieb kostet das Elektroflugzeug nur rund drei Dollar pro Stunde. Ähnlich große Flugzeuge mit klassischem Antrieb kosten hingegen rund zehnmal so viel. Natürlich kann der Zweisitzer aber auch von Privatpersonen mit Fluglizenz erworben und genutzt werden.

Foto: Sun Flyer Die Klimabilanz eines Fluges verbessert sich massiv

Neben den niedrigen Betriebskosten bringt der Sun Flyer 2 noch weitere Vorteile mit sich. So werden während des Fluges keine CO2-Emissionen verursacht. Die exakte Klimabilanz hängt zwar davon ab, wie der genutzte Strom produziert wurde. Generell lässt sich aber sagen: Je höher die Emissionen verursacht werden, desto größer sind die Auswirkungen auf das Klima. Selbst wenn auf der Erde Kohle genutzt wird, um die Batterie mit Energie zu speisen, ist dies also besser als Kerosin am Himmel zu verbrennen. Für die Menschen und Tiere, die in der Nähe eines Flugplatzes wohnen, gibt es zudem eine weitere gute Nachricht: Der Sun Flyer 2 verursacht so gut wie keine Geräusche. Für die Piloten bedeutet dies im Umkehrschluss: Theoretisch können sie rund um die Uhr fliegen, ohne die Anwohner zu stören.
Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein Preis: 9,90€ Zuletzt aktualisiert am 20.04.2018 Bei Amazon ansehen Die Zulassung durch die Behörden steht noch aus

Möglich wird der Flug mit Elektromotor auch, weil extrem leichte Materialien verbaut wurden – in der Regel Kohlenstofffasern. Dadurch liegt das Gesamtgewicht des Fliegers bei gerade einmal 860 Kilogramm. Ein wichtiger Schritt liegt aber noch vor den Entwicklern des Sun Flyer 2: Die Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA. Diese wird sich genau anschauen, wie sicher das neu entwickelte Flugzeug ist und welche Maßnahmen getroffen wurden, um eine unerwartete Entladung der Batterien zu verhindern. Eine gewisse Redundanz ist in jedem Fall gegeben: Das Flugzeug verfügt über insgesamt sechs Lithium-Ionen-Akkus. Parallel zu dem Zulassungsverfahren des Zweisitzers wird zudem bereits an einer größeren Variante gearbeitet: Der Sun Flyer 4 soll immerhin vier Plätze haben.

Via: New Atlas

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Graphen: Bald können wir das Wundermaterial im großen Stil herstellen

19. April 2018 - 20:56

Graphen wird als ein echtes Wundermaterial gehandelt. Das Problem dabei: Bisher lassen sich lediglich kleine Mengen in einem Labor herstellen. Viele Anwendungsmöglichkeiten von Graphen setzen allerdings voraus, dass Graphen in großen Mengen industriell hergestellt werden kann. Forschern des MIT jedoch ein Durchbruch, der genau das ermöglichen soll. Mit ihrer Methode können die Wissenschaftler qualitativ hochwertiges Graphen in großen Rollen herstellen – quasi wie Tapeten.

Bild: MIT Graphen in Rollen

Das System des MIT basiert auf zwei Spulen, die mit einer Art Fließband verbunden werden, das durch einen Ofen führt. „The first spool unfurls a long strip of copper foil, less than one centimeter wide. When it enters the furnace, the foil is fed through first one tube and then another, in a ‘split-zone’ design. While the foil rolls through the first tube, it heats up to a certain ideal temperature, at which point it is ready to roll through the second tube, where the scientists pump in a specified ratio of methane and hydrogen gas, which are deposited onto the heated foil to produce graphene„, so das Team über die Entwicklung.

Mit dieser Methode lassen sich etwa 5 Zentimeter hochwertiges Graphen pro Stunde herstellen. In einem Test konnten die Forscher die Maschine vier Stunden am Stück laufen lassen. Das Ergebnis war eine 10-Meter-Rolle hochwertiges Graphen. Das so hergestellte Material ist etwa hervorragend für den Gebrauch in Membranen geeignet, mit denen zahlreiche Moleküle aus Wasser herausgefiltert werden können.

In the end-to-end process, we would need to integrate more operations into the manufacturing line. For now, we’ve demonstrated that this process can be scaled up, and we hope this increases confidence and interest in graphene-based membrane technologies, and provides a pathway to commercialization“ äußert sich Professor John Hart, der an der Entwicklung der Methode beteiligt war.

Bis die Methode der MIT-Forscher tatsächlich industriell eingesetzt werden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Aber die Forschung geht diesbezüglich in die richtige Richtung. Mittelfristig werden wir darauf angewiesen sein, Graphen in großen Mengen zu produzieren, um so gut wie möglich von den Vorteilen des Wundermaterials profitieren zu können.

via MIT

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Dieser Roboter baut einen IKEA-Stuhl so schnell wie ein Mensch zusammen

19. April 2018 - 19:38

Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht. KI-Systeme besiegen Menschen in Brettspielen und können Ärzte bei Diagnosen unterstützen. Wenn es um handwerkliche Aufgaben geht, dann haben Menschen aber weiterhin die Nase vorne. Wissenschaftler haben nun jedoch einen Roboter entwickelt, der einer handwerklichen Aufgabe gewachsen ist, vor der viele Menschen verzweifeln: Dem Zusammenbau eines IKEA-Stuhls.

Bild: Science Magazine IKEA-Stuhl in 20 Minuten

Was im ersten Moment nach einem Witz klingt, ist durchaus eine ernste Angelegenheit. Das Zusammensetzen eines Stuhls erfordert die Kombination von komplexen Bewegungen, eine hohe Koordinationsfähigkeit sowie die Fähigkeit, die eingesetzte Kraft zu kontrollieren. Auch fortschrittliche Roboter scheiterten bisher an dieser Aufgabe. Forscher haben nun jedoch mit frei verfügbaren Bestandteilen einen Roboter konstruiert, der einen IKEA-Stuhl in etwa 20 Minuten zusammenbauen kann. Unter anderem sind in dem Roboter eine 3D-Kamera und Kraftsensoren verbaut.

Der Roboter nimmt Anfangs Bilder auf, anhand derer er die einzelnen Bestandteile des Stuhls identifiziert. Anschließend kommt ein Algorithmus zum Einsatz, der die für den Zusammenbau des Stuhls erforderlichen Bewegungen berechnet. Diese werden dann von zwei Roboterarmen durchgeführt. Dabei ist das Feedback der Kraftsensoren von besonderer Bedeutung, etwa wenn der Roboter eine Bolzen in ein vorgebohrtes Loch einführt.

Von den 20 Minuten Bauzeit benötigt der Roboter etwas mehr als 11 Minuten für die Planung und knapp 9 Minuten für den tatsächlichen Bauvorgang.

Das Magazin Science hat den selben Stuhl zum Vergleich von mehreren Redakteuren zusammenbauen lassen, die die Zeit des Roboters um ungefähr 50 Sekunden unterboten.

Allerdings arbeitet der Roboter noch nicht komplett autonom, sondern es sind vorher Eingaben zum Zusammenbau durch Menschen erforderlich. Die Forscher gehen aber davon aus, dass diese Eingaben überflüssig werden, wenn es weitere Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz gibt. Eines Tages soll es sogar möglich sein, dass ein Roboter sozusagen die Bauanleitung „liest“.

via Science Magazine

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Medizin: Neues Antibiotikum wird Leben retten

19. April 2018 - 17:19

Bakterien sind das Leibgericht von Amöben. Einige dieser Einzeller lösen bei Menschen Krankheiten aus. Dennoch können sie wertvolle Helfer im Kampf gegen Krankenhauskeime sein, die antibiotikaresistent sind und in Deutschland jedes Jahr 15.000 Menschenleben kosten. Das sagt jedenfalls das European Centre for Disease Prevention and Control in Schweden, eine Agentur der Europäischen Union.

Bild: Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie Bakterien wehren sich mit Gift

Bakterien der Gattung Pseudomonas, die eigentlich von Amöben verspeist werden müssten, leben friedlich mit den Einzellern zusammen. Aus diesen Bakterien isolierten Forscher um Pierre Stallforth vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena zwei Peptide, die die Bakterien vor ihren Fressfeinden schützen. Die Substanzen heißen Jessenipeptin und Mupirocin. Ersteres war bisher unbekannt. Es zeigte sich, dass es für Amöben hochgiftig ist. Aus diesem Grund verschmähen die Einzeller Bakterien, die dieses Peptid in sich tragen.

Wirksam gegen Staphylokokken

Das ist wissenschaftlich interessant, aber nicht sehr relevant für die Praxis. Doch die Forscher hatten eine ungewöhnliche Idee. Vielleicht, so vermuteten sie, zeigen die beiden Peptide ja auch Wirkung gegen Erreger von Krankheiten des Menschen. Das Ergebnis war überraschend. Wenn die beiden Peptide ein bestimmtes Mischungsverhältnis haben, wirken sie tödlich auf Krankenhauskeime, denen Antibiotika nichts anhaben können. Selbst Bakterien der Gattung Staphylococcus, denen mit nichts beizukommen ist, überleben den Angriff der beiden Peptide nicht. Staphylokokken, so die deutsche Bezeichnung, sind extrem weit verbreitet. Ein Drittel bis ein Viertel aller Menschen lebt mit diesem Keim – ohne etwas davon zu merken und ohne dass er Probleme bereitet, so das Helmholtz-Institut für Infektionsforschung, das acht Standorte in Deutschland hat

Geschwächte Menschen in Todesgefahr

Gesunde Menschen merken es nicht, wenn sie von Staphylokokken befallen sind. Erst wenn sie durch andere Krankheiten oder Operationen geschwächt sind greifen die Bakterien an, oft mit tödlichen Folgen. Ehe die Peptid-Mixtur eingesetzt werden kann sind noch Tierversuche und klinische Studien nötig. Doch Stallforth ist jetzt schon sicher, dass sie „für uns Menschen beispielsweise in Form von neuen Antibiotika von großem Nutzen sein können“.

 

via Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie

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Elon Musk investiert 100 Millionen Dollar in „The Boring Company“!

19. April 2018 - 14:08

Elon Musk hat rund 100 Millionen Dollar seines eigenen Geldes in die Tunnelbaufirma „The Boring Company“ investiert. Dies bestätigte ein Vertreter des Unternehmens gegenüber dem Branchendienst Electrek. Es handelt sich um das erste größere Investment in die Firma, die Musk einst gründete, weil er in Los Angels zu oft im Stau stand. Das Ziel: Ein System von unterirdischen Tunneln, um den Verkehr auf mehrere Ebenen zu verlagern. Außerdem könnte die Technik auch genutzt werden, um Röhren für den Hyperloop zu graben. Zuletzt allerdings war etwas unklar, wie ernst die ganze Sache gemeint ist. Denn Schlagzeilen machte die Firma vor allem mit dem Verkauf von Baseball-Kappen und Flammenwerfern. Durch das nicht unbeträchtliche Investment scheint Musk diese Zweifel nun zerstreuen zu wollen.

Bild: Elon Musk Projekte in Los Angeles und Chicago sollen umgesetzt werden

Wie aus Unterlagen hervorgeht, die bei der US-Finanzaufsicht eingereicht wurden, konnte „The Boring Company“ exakt 112.520.000 Dollar an Kapital aufnehmen. Eigenen Angaben zufolge waren daran aber keine Investmentfirmen oder andere externe Investoren beteiligt. Vielmehr stammt 90 Prozent der Summe von Musk, während der Rest von einigen Mitarbeitern beigesteuert wurde. Das Geld benötigt das Unternehmen, um die bereits in Angriff genommenen Projekte zu realisieren. So entstehen in Los Angeles aktuell die ersten Tunnel, während in Chicago eine abgespeckte Version des Hyperloop geplant ist. Bei einer Anhörung dort erklärten Vertreter des Unternehmens, dass sie nicht auf öffentliche Gelder zurückgreifen wollen. Stattdessen soll das Projekt in Eigenregie finanziert werden.
Elon Musk: Tesla, SpaceX, and the Quest for a Fantastic Future Preis: nicht verfügbar Zuletzt aktualisiert am 19.04.2018 Bei Amazon ansehen Details über die Firmengröße gibt es bisher nicht

Erst vor wenigen Wochen hatte Musk zudem eine weitere Idee vorgestellt, um Geld mit den Tunnelarbeiten zu verdienen. So sollen aus dem anfallenden Abraum Bausteine produziert werden, die sich wie große Legosteine zusammensetzen lassen. Daraus können dann kunstvolle Figuren entstehen, aber auch ganze Häuser. Bisher wurde mit dem Verkauf aber noch nicht begonnen. Mit näheren Details zur Firmenstruktur hält sich Musk in Sachen „The Boring Company“ bisher  noch zurück. So ist nicht klar, wie groß die Firma bereits ist und wie viel Geld für die Umsetzung der ambitionierten Pläne insgesamt benötigt wird. Musk selbst hat zudem aktuell an anderer Stelle zu tun: Er hat persönlich die Aufsicht über die stockende Produktion des Tesla Model 3 übernommen.

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Weltraumteleskop gestartet: Tess soll bis zu 20.000 Exoplaneten ausfindig machen!

19. April 2018 - 11:04

Mit einer Falcon Heavy Rakete des privaten Unternehmens SpaceX ist das neue Weltraumteleskop Tess erfolgreich in Richtung All gestartet. Das auch als Planetenjäger bezeichnete Teleskop soll in rund zwei Monaten die geplante Umlaufbahn erreicht haben und dann auch die ersten Daten zurück auf die Erde senden. Damit ist ein halbwegs reibungsloser Übergang gewährleistet. Denn das aktuell im Weltraum arbeitende Teleskop Kepler steht vor dem erzwungenen Ende seiner Mission: In den nächsten Monaten geht der Treibstoff zu Ende. Die Funktionsweise der beiden Geräte ist recht ähnlich: Mit Kameras wird das Licht heller Sterne außerhalb unseres Sonnensystems beobachtet. Kommt es zu einer Unterbrechung, kann dies ein Anzeichen für einen vorbeigezogenen Planeten sein.

Foto: NASA Das langfristige Ziel ist die Suche nach außerirdischem Leben

Auf diese Weise konnte Kepler die Existenz von 2.300 Exoplaneten nachweisen. Der Nachfolger Tess soll nun aber noch einmal ein deutlich größeres Gebiet abdecken und daher bis zu 20.000 Exemplare entdecken. Die Experten der NASA schätzen, dass davon rund fünfzig ungefähr so groß wie die Erde sein werden. Diese sollen dann später noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden. Das Ziel: Die Suche nach außerirdischem Leben. Denn genau darin besteht das langfristige Ziel der Forschungsarbeit. Außerdem ist es sehr gut denkbar, dass ganz neue Formen von Planeten entdeckt werden. Die Mission des Tess-Weltraumteleskops ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und kostet rund 200 Millionen Dollar. Finanziert wird der Einsatz aus dem Forschungsbudget der US-Weltraumbehörde NASA.

Der Start musste kurzfristig noch einmal verschoben werden

Auch für SpaceX stellt der Flug ins All eine Premiere dar. Denn erstmals nutzt die NASA die Dienste des privaten Unternehmens für eine wissenschaftliche Mission. Zuvor wurden die Raketen vor allem für die Versorgung der internationalen Raumstation ISS genutzt. Der Start nun musste allerdings kurzfristig verschoben werden. Eigentlich sollte Tess bereits in der Nacht zu Dienstag ins All gebracht werden. Dann aber mussten noch einmal zusätzliche Tests an den Navigationsgeräten durchgeführt werden, weshalb sich der Start um zwei Tage verschob. Wie die NASA mitteilte verlief dieser dann aber erfolgreich. Nun warten die Wissenschaftler gespannt auf die ersten Bilder des neuen Weltraumteleskops.
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Ferngesteuert: Dieser deutsche Flughafen braucht keine eigenen Fluglotsen mehr!

19. April 2018 - 9:11

Der Flughafen in Saarbrücken wird zukünftig keine Fluglotsen mehr vor Ort im Einsatz haben. Stattdessen befindet sich im mehr als 500 Kilometer entfernten Leipzig ein Zentrum, von dem die sogenannte Remote-Tower-Control ausgeübt wird. Verschiedene Sensoren sorgen dafür, dass die Lotsen auch in Sachsen über alle für ihre Arbeit benötigten Informationen verfügen. Tests haben allerdings gezeigt, dass eine reine Datenflut nicht genug ist. Vielmehr müssen sich die Lotsen auch selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen können – weshalb sie bisher ganz oben im Tower des Flughafens saßen. Im Fall des Saarbrückener Flughafens kommen nun hochauflösende Kameras zum Einsatz. Aus den Aufnahmen wird dann ein 3D-Bild gefertigt, das eine Rundumsicht und das Heranzoomen ermöglicht.

Für Air Berlin kommt die Umstellung zu spät, der Flughafen in Saarbrücken soll aber von Kosteneinsparungen profitieren. Foto: Kleinblittersdorfer [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], vom Wikimedia Commons Das Personal kann flexibler eingesetzt werden

Die Deutsche Flugsicherung erhofft sich durch das Konzept Kosteneinsparungen. Denn bisher ist es so, dass auch an kleineren Flughäfen alle Positionen im Tower besetzt sein müssen. Weil dort aber weniger Starts und Landungen stattfinden als an Großflughäfen, sind dies vergleichsweise hohe Kosten. Mit dem neuen Konzept hingegen kann das Personal an einem Standort konzentriert und flexibler eingesetzt werden. Langfristig könnte dies kleinere Regionalflughäfen auf der Kostenseite entlasten. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt. Denn aktuell erwirtschaften beinahe alle kleinen Flughäfen in Deutschland Verluste. Die Deutsche Flugsicherung will daher zukünftig weitere Airports für ihr Konzept des ferngesteuerten Flughafens gewinnen. Aktuell ist etwa für die Flughäfen in Dresden und Erfurt ebenfalls eine Umstellung geplant.
Silicon Germany: Wie wir die digitale Transformation schaffen Preis: 12,00€ Zuletzt aktualisiert am 19.04.2018 Bei Amazon ansehen Für die Piloten bleibt der Ablauf gleich

Ganz neu ist der Ansatz allerdings nicht. Denn in Schweden wird der Flughafen in Ornskoldsvik bereits seit rund drei Jahren durch die Fluglotsen im 150 Kilometer entfernten Sundsvall mit betreut. Die dort gemachten Erfahrungen zeigen, dass der Ansatz problemlos funktioniert und die Sicherheit der Flugpassagiere nicht gefährdet. Aus Sicht der Piloten spielt es zudem keine Rolle, wo sich die Fluglotsen befinden: Ihre Landungsroutine ändert sich dadurch nicht. Auch die Größe der Flugzeuge ist nicht von Bedeutung. Die Remote-Tower-Control funktioniert bei kleinen Transportfliegern ebenso wie bei Jumbojets. Gut möglich also, dass Flughäfen zukünftig ganz ohne den charakteristischen Tower geplant und gebaut werden.

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Robotik: Dieser Roboterarm wurde von japanischer Falttechnik inspiriert

18. April 2018 - 16:46

Südkoreanische Forscher orientierten sich an der japanischen Origami-Technik, dem kunstvollen Falten von Papier, als sie eine Drohne entwickelten, die in beengte Räume eindringen soll. In Schornsteinen, Sickergruben und anderen schwer zugänglichen Stellen sollte sie bei Verdacht auf Umweltsünden in der Lage sein, Proben zu nehmen und die verdächtigen Stellen zu filmen. Dazu befindet sich unter dem Flugobjekt ein ausfahrbahrer Arm. Während des Fluges ist er in Ruhestellung, damit er nicht an Hindernisse stößt. Am Ziel angekommen senkt er sich ab.An seinem Ende befinden sich eine Kamera und ein Greifarm. Letzterer kann auch einen Behälter für die Entnahme von Flüssigkeiten tragen.

Ein einziger Elektromotor als Antrieb

Eine Gruppe um Professor Kyu-Jin Cho von der Seoul National University in Seoul in Südkorea stellt das Gerät jetzt in der Fachzeitschrift „Science Robotics“ vor. Der Arm erreicht eine Länge von fast einem Meter. Da die filigrane Struktur nicht sehr widerstandsfähig ist, schließen sich beim Ausfahren Klappen um die beweglichen Teile, die zusätzliche Stabilität verleihen. Angetrieben wird der Arm von einem einzigen Elektromotor. Er überträgt seine Kraft über einen Seilzug auf die einzelnen Glieder.

Der Arm wiegt einschließlich Elektromotor und Seilzug nur 260 Gramm. Das ist wichtig, weil Drohnen wie alle Flugobjekte möglichst wenig belastet werden dürfen, um Energie zu sparen beziehungsweise flott voranzukommen. Die südkoreanischen Forscher schafften das mit einem Materialmix. Der Arm besteht aus Polyethylenterephthalat (PET), aus dem auch Getränkeflaschen hergestellt werden, und Ripstop. Das ist ein besonders reißfestes Gewebe, das unter anderem für Fallschirme genutzt wird.

Weich statt stahlhart

„Flexible Roboterarme haben große Vorteile, haben aber den Nachteil, dass sie sich bei Belastung verformen“, sagt Cho. „Unser Roboterarm verbindet die Vorteile von Flexibilität und Starrheit.“ Cho ist Direktor des Forschungszentrums für Soft Robotics, also für Roboter, die weich sind, ähnlich wie die menschliche Hand.

 

via Seoul National University

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Umstrittenes Pflanzenschutzmittel: Glyphosat soll für Privatleute weitgehend verboten werden!

18. April 2018 - 14:13

Die deutsche Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) will die Nutzung des Unkrautvernichters Glyphosat in Deutschland stark einschränken. Dazu legte ihr Ministerium nun einen Entwurf für eine neue Verordnung vor. Demnach darf der Stoff – der von einigen Experten als krebserregend eingestuft wird – zukünftig von Privatleuten nicht mehr verwendet werden. Ausnahmen gibt es nur in engen Grenzen, wenn es keine Alternative gibt und der Gärtner über einen Sachkundenachweis verfügt. Allerdings sind Privatleute nur für zwei Prozent der Glyphosat-Nutzung in Deutschland verantwortlich. Deshalb soll auch die staatliche und betriebliche Nutzung verringert werden. So ist etwa ein vollständiges Verbot in der Nähe von Gewässern, in Naturschutzgebieten, auf Sportanlagen und in öffentlichen Parks vorgesehen.

Ein mit Herbiziden behandelter Acker in Sachsen. Foto: Holscher [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons Die Deutsche Bahn ist der größte Einzelanwender in Deutschland

Auch die Landwirtschaft müsste demnach zukünftig neue Vorschriften beachten. So ist geplant, die Nutzung von Glyphosat nur noch zu erlauben, wenn sogenannte Saumstrukturen vorhanden sind. Faktisch handelt es sich dabei um sichere Rückzugsorte für Tiere – etwa Hecken oder ähnliche Pflanzungen. Einen weiteren Hebel will Klöckner allerdings zunächst noch nicht nutzen. So ist die Deutsche Bahn der größte Einzelanwender von Glyphosat in Deutschland. Da sich das Unternehmen noch vollständig in staatlichem Besitz befindet, könnte die Bundesregierung hier besonders leicht die Nutzung alternativer Methoden durchsetzen. Die Ministerin will nun aber zunächst das Gespräch mit der Bahnführung suchen, um einen Plan zur Reduzierung zu entwickeln.
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In der Europäischen Union war die Zulassung für Glyphosat im vergangenen Jahr um fünf Jahre verlängert worden. Dies sorgte auch innerhalb der Bundesregierung für erheblichen Streit. Denn der damalige Agrarminister Christian Schmidt (CSU) stimmte der Verlängerung eigenmächtig zu, obwohl Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ihr Veto eingelegt hatte. Auch jetzt gibt es eine ähnliche Konstellation. Neben Agrarministerin Klöckner von der CDU ist nämlich auch Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD für das Thema zuständig. Der nun vorgelegte Gesetzesentwurf muss daher zunächst noch innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden. Schulze deutete bereits an, dass ihr die Regelungen noch nicht weit genug gehen. Kommt es zu einer Einigung, könnten die neuen Vorgaben im Frühjahr 2019 in Kraft treten.

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Carbontrans: Plastikmüll + Braunkohle = wertvoller Kohlenstoff?

18. April 2018 - 12:08

Ein Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt möchte gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Auf der einen Seite soll der anfallende Plastikmüll sinnvoll genutzt werden. Auf der anderen Seite geht es aber auch darum, eine klimafreundliche Verwendung für die heimische Braunkohle zu finden. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut soll daher ein Verfahren entwickelt werden, bei dem aus altem Plastikmüll und Braunkohle neue Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen werden – etwa Kohlenstofffasern. Die Landesregierung hat nun zugesichert, mit 15 Millionen Euro die Hälfte der anfallenden Kosten zu übernehmen. Der Rest soll aus Mitteln der Bundesregierung finanziert werden. Umgesetzt wird das Projekt dann im Industriegebiet Leuna in der Nähe von Halle an der Saale.

Für die heimische Braunkohle muss langfristig eine neue Verwendung gefunden werden. Bild: HUMINTECH GmbH Plastikmüll kann ein wertvoller Rohstoff sein

Bisher wird der Plastikmüll in Deutschland zwar oftmals getrennt eingesammelt, dann aber doch lediglich thermisch verwertet – sprich verbrannt. Dabei werden zum einen große Mengen CO2 freigesetzt. Zum anderen ist diese Vorgehensweise aber auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht wirklich sinnvoll. Denn faktisch werden auf diese Weise fossile Rohstoffe verfeuert, die zuvor teuer importiert wurden. Deutlich zweckmäßiger wäre es, den Plastikmüll selbst wiederum als Rohstoff zu betrachten. Dieser Ansatz soll nun in Leuna in der Praxis erprobt werden. Erteilt auch die Bundesregierung ihre Zustimmung, könnten die Planungen in drei Jahren abgeschlossen sein, sodass im Jahr 2022 mit dem Bau begonnen würde. Neben dem Fraunhofer Institut sind auch die Unternehmen Mibrag und Romonta an dem Projekt beteiligt.
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Für die Region in Ostdeutschland könnte das Projekt eine große Chance bedeuten. Nicht nur weil dadurch zunächst dreißig hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern vor allem weil eine Nutzungsperspektive für den Kohleabbau geschaffen wird. Auch wenn die Bundesregierung sich bisher nicht zu einem konkreten Ausstiegsdatum durchringen konnte, ist nämlich klar: Die Verstromung der einheimischen Braunkohle hat keine dauerhafte Zukunft. Dadurch sind in den teilweise ohnehin strukturschwachen Regionen aber auch zahlreiche Arbeitsplätze in Gefahr. Gelingt es tatsächlich eine alternative Nutzung zu finden, könnte der Tagebau zumindest teilweise erhalten bleiben und gleichzeitig der Klimaschutz vorangetrieben werden. Die Experten am Fraunhofer Institut halten den verfolgten Ansatz in jedem Fall für vielversprechend.

Via: MDR

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Vertrauen verloren: Warum Emmanuel Macron eine WhatsApp-Alternative entwickeln lässt

18. April 2018 - 9:26

Frankreichs Regierung hat die Entwicklung eines eigenen Messaging-Dienstes in Auftrag gegeben. Dieser wird aktuell bereits von rund 20 Beamten getestet und soll später von der gesamten französischen Regierung genutzt werden. Hintergrund der Entscheidung ist ein Dilemma: Messenger-Dienste erleichtern die Kommunikation enorm und bieten deutlich mehr Möglichkeiten als die von Bundeskanzlerin Merkel noch gerne genutzte SMS. Doch in Sachen Datensicherheit werfen sie auch Fragen auf. WhatsApp etwa ist Teil des Facebook-Konzerns, der zuletzt wegen eines all zu laxen Umgangs mit den Daten der Nutzer in die Kritik geriet. Außerdem ist unklar, inwieweit sich die amerikanische Regierung im Zweifelsfall Zugriff auf die Inhalte verschaffen könnte. Bisher nutzt Frankreich Präsident Macron daher die Alternative Telegram.

Bisher eifriger Telegram-Nutzer: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Foto: Kremlin.ru [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons Die Neuentwicklung basiert auf einer Open Source Lösung

Doch auch hier warfen Sicherheitsanalysen einige Fragen auf, die bisher nicht abschließend beantwortet werden konnten. Letztlich hat sich die französische Regierung daher nun für die Entwicklung in Eigenregie entschieden. Technische Details wurden bisher nicht bekannt gegeben. Einige Anzeichen sprechen aber dafür, dass der neue Messenger auf der quelloffenen Messaging-Lösung Matrix basiert. Die nun laufenden Tests sollen zeigen, ob es den Entwicklern gelungen ist, hohe Datensicherheit mit einer einfachen Nutzung zu kombinieren. Dass dies gar nicht so einfach ist, zeigt eine Episode aus der deutschen Bundesregierung: Lange Zeit galt die Nutzung der Krypto-Handys dort als so kompliziert, dass oftmals private Mobiltelefone genutzt wurden – obwohl dies per Verwaltungsvorschrift untersagt war.
Emmanuel Macron: Ein Visionär für Europa – eine Herausforderung für Deutschland Preis: 19,90€ Zuletzt aktualisiert am 18.04.2018 Bei Amazon ansehen Einheimische Entwicklungen haben es auch in Frankreich schwer

Verlaufen die Tests in Frankreich nun erfolgreich, soll die neue Messaging-App noch in diesem Jahr für alle Regierungsmitglieder verpflichtend eingeführt werden. Anschließend ist dann angedacht, die Neuentwicklung auch allen französischen Bürgern zur Verfügung zu stellen. Einen genauen Zeitplan dafür gibt es allerdings noch nicht. Zumal es nicht wirklich sicher ist, ob die Franzosen tatsächlich bereit sind, auf die einheimische Alternative zu wechseln. Die französische Google-Alternative Qwant jedenfalls kommt im eigenen Land aktuell lediglich auf einen Marktanteil von vier Prozent. Auch bei diesem Projekt soll das Thema Datenschutz im Vordergrund stehen: Die Entwickler versprechen, dass objektive Suchergebnisse angezeigt und keine Nutzerdaten ausgewertet werden.

Via: Reuters

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Medizin: Graphen senkt die Infektionsgefahr bei Implantaten

17. April 2018 - 20:21

Jedes medizinische Implantat, das in den menschlichen Körper eigesetzt wird, birgt die Gefahr einer Infektion. In manchen Fällen sind diese Infektionen so schwer, dass das Implantat wieder entfernt werden muss. Eine Gruppe forscher entdeckte jedoch kürzlich, dass eine Schicht aus Graphenflocken in der Lage ist, Infektionen zu verhindern.

Bild: Chalmers University of Technology Graphen tötet Bakterien

Graphen besteht aus einer einzelnen Schicht Kohlenstoffatome, die miteinander verbunden sind. Mit einer Technik namens „Plasma-Enhanced Chemical Vapor Deposition“ gelang es Forschern der schwedischen Chalmers University of Technology, eine Schicht vertikal abstehender Graphenflocken auf ein Substrat aufzubringen. Die Flocken fungieren dabei im Grunde wie winzige Dornen auf dem Material.

In Labortests konnten die Forscher zeigen, dass Bakterien, die mit den winzigen Graphendornen in Kontakt kamen, in Teile geschnitten wurden und starben. Davon betroffen waren allerdings auch „gute“ Bakterien, die im Körper wichtige Aufgaben verrichten können. Die Zahl dieser Bakterien, die durch ein mit den Graphenflocken behandeltes Implantat sterben würden, hält sich allerdings in Grenzen und würde hinter den Vorteilen des Infektionsschutzes anstehen.

Menschliche Zellen bleiben verschont

Da die Bakterien bei physikalischem Kontakt mit den Graphendornen sterben, könnten sie keine Immunität gegen diese Methode entwickeln. Die winzigen Dornen haben keine Auswirkungen auf menschliche Zellen, da diese etwa 25 Mal größer sind als Bakterien. Außerdem könnte die Graphen-Struktur bei Knochenimplantaten die Knochenbildung anregen und so die Integration des Implantats erleichtern.

Als nächstes wollen die Forscher richtige Implantate mit ihrer Methode schützen und in einem Tiermodell erproben. „Graphene has high potential for health applications. But more research is needed before we can claim it is entirely safe. Among other things, we know that graphene does not degrade easily„, so Professor Jie Sun, der an der Studie beteiligt war.

via Chalmers University of Technology

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Warum erneuerbare Energien nicht einfach so das Klimaproblem lösen können

17. April 2018 - 16:34

Dass unser Planet ein Klimaproblem hat, wird zumindest in der Wissenschaft kaum noch angezweifelt. Weltweit wird daher an Lösungen gearbeitet, mit denen man dem fortschreitenden Klimawandel entgegentreten will. Eine große Rolle spielen dabei erneuerbare Energien. Aber bis diese so weit sind, als ernsthafte Alternative zu fossilen Brennstoffen oder Atomenergie aufzutreten, wird sich noch einiges tun müssen.

Foto: Wind power, Håkan Dahlström, Flickr, CC BY-SA 2.0 Erneuerbare Energien haben ihre Probleme

Die beiden prominentesten erneuerbaren Energien sind Wind- und Solarenergie. Beide teilen das gleiche Problem: Sie sind nicht regelmäßig verfügbar. Während einer Flaute oder eines bedeckten Tages kann Wind- bzw. Sonnenenergie nicht oder nur in geringem Maße produziert werden. Das ist ein allgemeines Problem, das in Gegenden mit tendenziell eher schlechtem Wetter natürlich noch deutlicher zu Tage kommt.

Es gibt bereits heute Lösungen für dieses Problem. Eine Möglichkeit sind Stromspeicher wie etwa Teslas Powerwall für einzelne Haushalte oder größere Lösungen für das gesamte Netz. Das Problem daran ist, dass diese Lösungen noch sehr teuer sind, vor allem, wenn man sie im großen Stil für ein komplettes Stromnetz einsetzen will. Das ist aktuell kaum umsetzbar, und insbesondere ein Stromnetz, das zu 100 Prozent aus Sonnen- und Windenergie nebst entsprechenden Speicherlösungen gespeist wird, liegt noch ein gutes Stück in der Zukunft.

Eine Alternative oder Ergänzung könnte Wasserenergie sein. Bei dieser Energieform ist die Verfügbarkeit aber das größte Problem – viele Nationen haben einfach nicht genug Flussläufe zur Verfügung, zumal die Nutzung von Wasserenergie die Binnenschifffahrt einschränkt.

Der Kampf gegen den Klimawandel erfordert Engagement

Auch wenn in naher bis mittelfristiger Zukunft nicht damit gerechnet werden kann, dass wir uns komplett auf erneuerbare Energien verlassen können, sind diese dennoch bereits heute ein wichtiger Faktor in unserem Strommix und kann die Anteile fossiler Brennstoffe zurückdrängen, was definitiv ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Unabhängig davon, dass die Bundesrepublik sich entschlossen hat, keine Atomenergie zu produzieren, ist diese in jedem Fall auch nicht die richtige Antwort auf den Klimawandel, da sie mit ihren ganz eigenen Risiken einhergeht.

Im Endeffekt ist jede Maßnahme, die den CO2-Ausstoß der Menschheit senkt, zu begrüßen. Das bedeutet aber auch, dass die Lösung für den Klimawandel nicht allein im Energiesektor zu suchen ist. Auch der Verkehrssektor und die Industrie tragen einen großen Teil zu den Emissionen bei. Und auch in diesen Sektoren wird nach Lösungen gesucht.

Der verstärkte Umschwung auf erneuerbare Energien ist allerdings ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. Insbesondere Industriestaaten können viel zu diesem beitragen, indem sie so schnell wie möglich so viel ihres Strommixes wie technisch umsetzbar ist aus erneuerbaren Quellen decken. Dies erfordert jedoch nicht nur technischen Fortschritt, sondern auch den politischen Willen, diesen zu implementieren.

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Harvard-Expertin empfiehlt: Diese 5 Lebensmittel solltet ihr jeden Tag essen!

17. April 2018 - 14:04

Natürlich gibt es bereits eine schier unüberschaubare Zahl an Ernährungsratgebern auf dem Markt. Dies wusste auch Kelly Bilodeau, Chefin des Magazins „Harvard Women’s Health Watch“. Dennoch hatte sie eine Idee: Sie wollte eine Liste mit Lebensmitteln zusammenstellen, die so oft wie möglich gegessen werden sollten – unabhängig davon, wie der Speiseplan sonst so aussieht. Ihr Ernährungstipp setzt also nicht auf den Verzicht, sondern strebt das genaue Gegenteil an. Um die Idee umzusetzen, arbeitete Bilodeau mit der Harvard-Wissenschaftlerin Teresa Fung zusammen. Diese stellte daraufhin eine Liste mit 5 enorm wertvollen Nahrungsmitteln zusammen:

1. Blaubeeren

Blaubeeren sind so etwas wie die klassische Version der heute beliebten Superfoods. Sie sind reich an Antioxidantien. Insbesondere enthalten sie viel Vitamin C und A. Es müssen allerdings nicht zwingend frische Blaubeeren sein, auch die tiefgekühlten Früchte entfalten eine positive Wirkung. Studien haben sogar Hinweise erbracht, dass Blaubeeren gegen Alzheimer helfen könnten. Auch andere dunkle Früchte sind gut für die Gesundheit – etwa Kirschen.

2. Rosenkohl

Bei Kindern oftmals verhasst, von vielen Hipstern aber geliebt, enthält der Rosenkohl zahlreiche Vitamine. Diese Antioxidantien können beispielsweise dazu beitragen, die Beschädigung von Zellen im Körper zu verhindern. Die Form der Zubereitung ist dabei relativ egal. Wer gar keinen Rosenkohl mehr sehen kann, für den gibt es auch Alternativen – etwa Brokkoli.

3. Nüsse

Für eine klassische Diät sind Nüsse eher ungeeignet, weil sie viele Kalorien enthalten. Dafür liefern sie aber auch gesunde Öle, viele Proteine und Vitamin E. Am gesündesten sind logischerweise unverarbeitete Nüsse, aber selbst die klassischen Erdnüsse aus der Dose bringen die gewünschte Wirkung mit sich.
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Aus der Werbung bereits bekannt: Joghurt enthält lebende Mikroorganismen, die die Darmflora unterstützen und den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern. Aber Achtung: Unbedingt vermieden werden sollte fertiger Fruchtjoghurt. Denn dieser enthält in der Regel Unmengen an Zucker. Besser ist es, den puren Joghurt selbst mit Früchten zu mischen – etwa mit Blaubeeren.

5. Lachs

Früher galt Lachs als Essen für arme Leute, inzwischen ist er recht teuer geworden. Das liegt auch daran, dass er wertvolle Fettsäuren, Vitamin D und Proteine enthält. Täglich Lachs zu essen, könnte allerdings dennoch etwas schwierig werden. Fung rät aber dazu, den Fisch mindestens einmal in der Woche auf den Tisch zu bringen.

Via: Treehugger

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